Handball

Corona macht Gislason nervös

  • vonSID
    schließen

(sid). Alfred Gislason ist nervös. Dabei ist es weniger die Aufregung vor seinem Debüt, die den Handball-Bundestrainer vor dem Start der EM-Qualifikation umtreibt. "Deutlich mehr die Corona-Situation, weil meine Premiere von dieser Situation abhängt", sagte Gislason im ZDF-Sportstudio: "Ich warte ja schon ewig, endlich loslegen zu können."

Am Montag, kurioserweise ausgerechnet an Tag eins des bundesweiten Lockdowns, versammelt Gislason die DHB-Stars um Kapitän Uwe Gensheimer um sich, am Donnerstag (16.15 Uhr/ZDF) steht er dann in Düsseldorf beim Geister-Quali-Spiel gegen Bosnien und Herzegowina das erste Mal für den DHB an der Seitenlinie.

Doch Gislason hat ein mulmiges Gefühl. Schließlich sei aufgrund der grassierenden Pandemie nicht "ganz klar, ob es jetzt in einigen Tagen klappt". Der Argwohn des Isländers ist begründet. Denn schon einmal, es liegt inzwischen fast acht Monate zurück, war alles für seinen ersten Auftritt bereit, doch wenige Stunden vor dem geplanten Anpfiff sagten die Niederlande auf Anweisung des heimischen Gesundheitsministeriums ab.

Und auch diesmal liegen dunkle Schatten auf einer Austragung des Spiels. "Wir wissen noch überhaupt nicht, ob wir spielen", sagte Bosniens Torhüter Benjamin Buric von der SG Flensburg/Handewitt bei Sky: "Wir haben richtig viele positive Spieler in der Nationalmannschaft." Zehn Akteure hätten ihre Teilnahme bereits abgesagt. Offizielle Verlautbarungen vom bosnischen Verband gab es am Sonntag keine.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare