Weltmeister Lewis Hamilton ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. FOTO: AFP
+
Weltmeister Lewis Hamilton ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. FOTO: AFP

Corona bremst Hamilton aus

  • vonDPA
    schließen

Lewis Hamilton muss wegen Corona pausieren. Ein Rennen auf jeden Fall, womöglich auch beim Finale der Formel 1. Romain Grosjean hat sich erstmals selbst über seinen schrecklichen Feuerunfall geäußert.

Lewis Hamilton ist "am Boden zerstört". Allen eigenen Warnungen und größter Vorsicht zum Trotz hat es nun auch den Formel-1-Superstar erwischt. Der siebenmalige Weltmeister ist mit dem Coronavirus infiziert und muss im nächsten Rennen auf jeden Fall aussetzen. "Passt bitte auf euch auf da draußen, ihr könnt nie vorsichtig genug sein", appellierte der 35 Jahre alte Brite am Dienstag bei Instagram.

Er habe sich nun zehn Tage in Selbstisolation begeben, meinte Hamilton. Leider sei er nach drei negativen Tests in der vergangenen Woche am Morgen nach seinem Sieg beim Großen Preis von Bahrain mit leichten Symptomen aufgewacht. Der nachfolgende Test: positiv. Ob Hamilton beim Finale in Abu Dhabi in eineinhalb Wochen wieder einsatzfähig ist, muss sich zeigen. Er und sein Team hätten alles unternommen, alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und sich an alle Vorgaben gehalten, um sich vor einer Infektion zu schützen, betonte Hamilton. Wer ihn beim vorletzten Saisonrennen ersetzen wird, ließ Mercedes in seiner Mitteilung noch offen. Offizieller Ersatzfahrer für Hamilton und dessen finnischen Teamkollegen Vallteri Bottas ist Stoffel Vandoorne. Die Formel 1 brachte per sozialer Netzwerke auch Nico Hülkenberg ins Gespräch: Der vertragslose 33 Jahre alte gebürtige Emmericher war bei Mercedes-Partner Racing Point in diesem Jahr bereits eingesprungen. Chancen hat auch George Russell (22). Der Brite fährt zwar bei Williams, ist aber Mercedes-Junior.

Haas verpflichtet Mazepin

Das US-Team Haas hat unterdessen den Russen Nikita Mazepin als Fahrer für die kommende Formel-1-Saison bestätigt. Der 21 Jahre alte Formel-2-Pilot hat einen Vertrag über mehrere Jahre unterschrieben. Dies teilte der Rennstall am Dienstag in Bahrain mit. "Für mich geht ein lebenslang gehegter Traum in Erfüllung, Formel-1-Fahrer zu werden", sagte Mazepin, dessen wohlhabender Vater Dimitri die Karriere des Sohnes fördert. Heißer Kandidat für das zweite Haas-Cockpit ist Mick Schumacher (21), der Formel-2-Führende. Romain Grosjean und Kevin Magnussen müssen Haas am Saisonende verlassen.

Grosjean sah "den Tod kommen"

Grosjean hat sich gestern erstmals selbst zu seinem Feuerunfall von Bahrain geäußert und dramatische Szenen im Cockpit beschrieben. Der Haas-Pilot schilderte den französischen TV-Sendern TF1 und LCI am Dienstag, dass er dreimal versucht habe, aus dem in Flammen stehenden Auto-wrack zu entkommen, bis er sich schließlich befreien konnte. "Nach diesem Unfall bin ich glücklich, am Leben zu sein", sagte er.

Grosjean habe während seines Überlebenskampfes am Sonntag beim Grand Prix in Sakhir auch an Niki Laudas Feuerunfall von 1976 denken müssen. "Ich hatte am meisten Angst für meine Angehörigen, für meine Kinder in erster Linie, aber auch für meinen Vater und meine Mutter, ich hatte wirklich nicht Angst um mich. Ich habe den Tod kommen sehen, ich hatte keine andere Möglichkeit, als da rauszukommen", erzählte Gros-jean, der von dem schrecklichen Crash nur Verbrennungen an den Handrücken davontrug und voraussichtlich schon heute die Klinik wieder verlassen kann. Am Sonntag wird er aber noch einmal pausieren müssen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare