Fußball

Comeback der Geisterspiele

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(sid). Passend zu Halloween schlägt in der Fußball-Bundesliga wieder die Stunde der Geisterspiele. Neun Partien, alle ohne Zuschauer - der Horror für Fans und auch Vereine. Das lieb gewonnene Stück Normalität in den Stadien fällt den steigenden Infektionszahlen erneut zum Opfer. Und die Klubs zittern, weil niemand weiß, ob der Lockdown im Dezember endet.

Sollte der von der Bundesregierung verfügte Besucherausschluss im Profisport über den bislang festgelegten Zeitraum bis Ende November hinausgehen, könnte es bei einigen Klubs finanziell eng werden. "Wenn wir auch in der Rückrunde ohne Zuschauer spielen sollten, müssen wir unsere Budgetplanung noch einmal überdenken", sagte Werder Bremens Präsident Hubertus Hess-Grunewald.

Die Bundesligisten dürften sich zurück ins vergangene Frühjahr versetzt fühlen, als sie im März und April erst gar nicht und dann ab Mai nur ohne Zuschauer spielen durften. Diese Bilder wollten sie eigentlich nie wieder sehen. Da zwischenzeitlich teilweise wieder Zehntausende Fans auf die Tribünen strömten und die Liga ihr Hygienekonzept aufwendig ausarbeitete, hatten viele gehofft, dass dem Fußball der Rückschlag erspart bleibt, der ihn am Mittwoch doch ereilte.

Die TV-Erlöse dürften die Bundesliga noch etwas über Wasser halten. "Es tut uns weh, aber wir sind absolut nicht bedroht", sagte Borussia Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl. Sportdirektor Rouven Schröder von Schlusslicht FSV Mainz 05 sagt: "Wir haben sehr konservativ geplant und bis Jahresende komplett ohne Zuschauereinnahmen kalkuliert." Natürlich hofft auch er, dass es so weit nicht kommt.

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