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Charmeoffensive vor Gipfel

  • vonDPA
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Mit einem Sieg heute im Bundesliga-Gipfel bei Bayern München würde RB Leipzig den Rekordmeister von der Tabellenspitze stoßen. Auf Augenhöhe sehen sich die aufstrebenden Sachsen aber noch nicht.

Charmeoffensive vor dem Bundesliga-Gipfel: RB Leipzigs Trainer Julian Nagelsmann hat den Gegner Bayern München und dessen Trainer Hansi Flick in höchsten Tönen gelobt. Zwar kann seine Mannschaft den Fußball-Rekordmeister mit einem Sieg am Samstag (18.30 Uhr/Sky) von der Tabellenspitze verdrängen, "das heißt aber nicht, dass wir auf Augenhöhe sind", stellte Nagelsmann klar. Es müsse viel passieren, damit eine Mannschaft am Ende vor dem FC Bayern landen könne. "Wir versuchen immer unser Bestes und wollen auch am Samstag gewinnen. Wir haben einen guten Plan, die Jungs haben auch Bock, zu gewinnen", beteuerte Nagelsmann: "Doch es ist halt nur sehr schwer."

Großen Anteil am Höhenflug des Rekordmeisters habe Flick. Bayerns Coach sei ein "ganz, ganz feiner Kerl, ein netter Mensch, der auch mal anruft. Hin und wieder schreiben wir uns", so Nagelsmann. Auf dem Platz habe Bayerns Mannschaft unter Flick die größten Fortschritte im Gegenpressing und Attackieren gemacht. Mit welcher Bereitschaft die Top-Spieler bei Ballverlust auch defensiv gearbeitet haben, sei beeindruckend, meinte Nagelsmann.

Flick gab die Komplimente zurück. Leipzig habe eine "enorme Entwicklung" gemacht, sagte der Bayern-Coach am Freitag. "Dass Julian ein Toptrainer ist, hat er jetzt auch in Leipzig unter Beweis gestellt", meinte der Bayern-Coach. Nagelsmann mache Dinge, die Flick von der Idee, wie man Fußball spielen möchte, sehr schätzt.

Besonders deutliche Unterschiede zwischen Bayern und Leipzig würden sich nach Einschätzung von Nagelsmann bei den Kadern beider Klubs zeigen. Bayern habe das beste Personal der Liga. "Das weiß jeder." Aber man sehe jetzt auch, dass sie ein bisschen müde würden. Gegen Leipzig werde Bayern aber wieder "die maximale Schärfe" haben, auch weil im letzten Spiel (1:1 bei Atletico Madrid) mit Manuel Neuer, Leon Goretzka und Robert Lewandowski wichtige Spieler geschont wurden.

Flick erwartet mehr Glanz

Flick stachelt das Münchner Starensemble zudem an: "Es geht auch darum, dass Champions immer da sind, wenn sie große Spiele vor der Brust haben", sagte er: "Deswegen erwarte ich von meiner Mannschaft, dass sie zeigt, dass sie wesentlich besser spielen kann als in den letzten Spielen. Wir müssen bereit sein, in diesem Spiel mehr zu investieren als Leipzig."

Während Bayern laut Nagelsmann seinem "Platzhirsch-Dasein" zu Hause gerecht werden wolle, habe Leipzig nur drei Tage später wieder ein "Must-win-Spiel" vor der Brust. Gegen Manchester United geht es am Dienstag (21 Uhr) um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. "Das ist ein Spiel, das wir gewinnen müssen", das Bayern-Spiel sei hingegen eine Partie, "die wir gewinnen wollen". Die Leipziger Hoffnungen ruhen auch auf Stürmer Alexander Sörloth. Der Norweger erzielte am Mittwoch beim 4:3 in der Champions League bei Basaksehir Istanbul mit seinem ersten Tor im elften Spiel den Siegtreffer.

Bislang hat Leipzig in München immer verloren: "Unsere Spiele in München waren bisher 0:3, 0:2, 0:1, 0:0. Wenn man das logisch weiterführt, dann könnte es sein, dass wir dort gewinnen", meinte Nagelsmann augenzwinkernd.

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