3. Fußball-Liga

Auf dem Weg ins Chaos?

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(sid). In Jubelstürme brach Markus Kompp bei der Nachricht über den anvisierten Wiederbeginn der 3. Liga keineswegs aus. "Ich glaube es ist ein Weg ins Chaos, den wir gerade gehen", kritisierte Waldhof Mannheims Geschäftsführer die Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die einen Restart am 26. Mai vorsehen. Und während der DFB auf grünes Licht der Politik wartet, schwelt der Streit unter den Klubs weiter - die einen wollen weiterspielen, die anderen fordern einen Abbruch. "Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende", meint Kompp.

Die Situation in der 3. Liga ist verzwickt. Bei Geisterspielen fallen die Ticketerlöse als Haupteinnahmequelle der Klubs weg, die TV-Einnahmen sind gering. Dazu kommt, dass das verbindliche Hygienekonzept, das sich sehr stark an dem zum Neustart in der Bundesliga und der 2. Liga orientiert, die Vereine zusätzlich vor finanzielle und logistische Herausforderungen stellt.

Zudem sind die Voraussetzungen sehr unterschiedlich: Der Tabellenletzte Carl Zeiss Jena darf beispielsweise nach Verordnung der Stadt bis 25. Mai kein Mannschaftstraining absolvieren, in Magdeburg hat der Bürgermeister vorerst Geisterspiele ausgeschlossen. Ein Hinderungsgrund für den Neustart ist dies für den DFB jedoch nicht. Der Verband schreibt auf Anfrage: Bei allem sei "die Abwägung von Gesamt- und Einzelinteressen zu beachten". Und so zieht er für die verbleibenden elf Spieltage, die ab dem 26. Mai bis zum 30. Juni durchgezogen werden sollen, auch Ausweichspielorte in Betracht.

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