Carthy mit den größten Reserven

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(sid). Der Brite Hugh Carthy hat die Königsetappe der Spanien-Rundfahrt gewonnen. Während der 26 Jahre alte Fahrer von EF Pro Cycling sich am Sonntag nach 109 Kilometern bei der Bergankunft am Alto de l’Angliru als Teil einer auseinander gefallenen Favoritengruppe durchsetzte, entriss der Ecuadorianer Richard Carapaz (Ineos Grenadiers) seinem Rivalen Primoz Roglic (Jumbo-Visma) das Rote Trikot des Gesamtführenden.

Im Gesamtklassement liegt Carapaz nach dem zwölften Teilabschnitt zehn Sekunden vor Roglic. Carthy schob sich mit jetzt 32 Sekunden Rückstand auf den dritten Rang vor. Als Vierter ist der Ire Dan Martin (Israel Start-Up Nation/35 Sekunden Rückstand) am Ende der zweiten Woche ebenfalls nicht weit entfernt.

Am Montag folgt der zweite Ruhetag bei der Vuelta, ehe am Dienstag ein 34 Kilometer langes Einzelzeitfahren ansteht. Dieses ist überwiegend flach, es endet jedoch mit einer Schlusssteigung. Roglic, der bei einem ganz ähnlichen Profil beim Finale der Tour de France noch das Gelbe Trikot an seinen Landsmann Tadej Pogacar verloren hatte, gilt als der bessere Zeitfahrer als Carapaz.

Eine Ausreißergruppe um den früheren Paris-Nizza-Sieger Marc Soler (Movistar) wurde am Sonntag rund zehn Kilometer vor dem Ziel von den Favoriten gestellt, im bis zu 27 Prozent steilen Schlussanstieg schenkten sich die Fahrer dann nichts. Drei Kilometer vor dem Ziel musste Roglic, der mit drei Helfern in den Schlussanstieg gegangen war, nach einer Attacke von Enric Mas (Movistar) jedoch abreißen lassen. Carapaz ging anfangs noch mit, lag als Vierter letztlich aber 16 Sekunden hinter Tagessieger Carthy.

Die elfte Etappe am Vortag war von einem Protest überschattet worden. Nach einer Entscheidung der Rennorganisatoren am Freitag zugunsten von Roglic hatte das Team Ineos einen Protest des Fahrerfelds angeführt. Das Teilstück am Samstag begann daher mit Verspätung, am Ende setzte sich der französische Radprofi David Gaudu nach 170 km bei der Bergankunft in Alto de la Farrapona durch.

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