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Dortmunds Hoffnungsträger Erling Haaland steht nach überstandener Oberschenkelblessur wieder zur Verfügung - und will mit dem BVB gegen Leipzig erst heute in der Liga und am Donnerstag im Pokalfinale gewinnen.

BVB ist zum Siegen verdammt

  • VonDPA
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Auf der Zielgeraden der Fußball-Bundesliga können die nächsten Entscheidungen fallen. Nutzen die Bayern ihre zweite Titelchance? Kann Dortmund noch die Champions League erreichen? Und wer verschafft sich Luft im Abstiegskampf? Diese Partien stehen am 32. Spieltag im Fokus.

Meister-Chance II für den FC Bayern München. Am 32. Spieltag der Fußball-Bundesliga kann das Team von Trainer Hansi Flick am Samstag seinen neunten Titelgewinn in Serie perfekt machen. Am unteren Tabellenende liegen die Teams sehr eng beieinander. Spannend ist überdies das Rennen um die Champions-League-Plätze. Dabei steht das Topspiel Dortmund gegen den Tabellenzweiten Leipzig im Mittelpunkt.

Bayern will feiern: Nach der vergebenen ersten Titelchance in Mainz bietet sich dem FC Bayern München am Samstag die nächste. Ein Heimsieg im Topspiel gegen Borussia Mönchengladbach - und die neunte Meisterschaft nacheinander wäre auch rechnerisch perfekt. Womöglich kann das Team von Trainer Hansi Flick den insgesamt 31. Titelgewinn in der Allianz-Arena aber auch schon vor dem Anpfiff um 18.30 Uhr bejubeln. Nämlich dann, wenn der Tabellenzweite RB Leipzig zuvor bei Borussia Dortmund verliert. Am liebsten, das sagten Flick und seine Spieler schon vor zwei Wochen nach dem 1:2 in Mainz, würden sie den erneuten Titelgewinn jedoch »aus eigener Kraft« vollenden. Und die Gladbacher? Die liegen vier Punkte hinter Bayer Leverkusen und der Europa- League-Qualifikation und wollen noch in den internationalen Wettbewerb.

Abstiegskampf: Eigentlich war Werder Bremen schon so gut wie gerettet. Nach dem Sieg im Nachholspiel bei Arminia Bielefeld lagen die Grün-Weißen bereits elf Punkte vor dem Relegationsplatz. Doch nun ist der Vorsprung futsch - und an der Weser wird wie im Vorjahr wieder gezittert. Nach sieben Liga-Niederlagen in Serie stand auch Trainer Florian Kohfeldt auf der Kippe, die Bosse wollen mit dem Coach aber weitermachen. Zumindest bis Saisonende, danach dürften sich die Wege trennen. Gegen Leverkusen muss am Samstag ein Sieg her, sonst droht ein weiteres Abrutschen - und ein Wiederaufflammen der Diskussion um Kohfeldt. Bremen ist als 16. eines von drei Teams mit 30 Punkten. Zwei davon, Hertha BSC und Arminia Bielefeld, treffen am Sonntag aufeinander. Der 1. FC Köln (29 Punkte), der vor den abgestiegenen Schalkern derzeit auf dem zweiten Abstiegsplatz steht, trifft auf den sorgenfreien SC Freiburg.

Verfolgerduell: Für den Tabellenfünften aus Dortmund (55 Punkte) stehen binnen sechs Tagen gleich zwei Endspiele an. In beiden Fällen heißt der Gegner Leipzig (64). Noch wichtiger als das Pokalfinale am 13. Mai in Berlin ist für die Dortmunder jedoch das Bundesliga-Heimspiel heute. Denn im Kampf um einen lukrativen und zur Kaderplanung immens wichtigen Champions-League-Platz ist der Revierclub zum Siegen verdammt - und auf Schützenhilfe angewiesen. Schließlich liegen Frankfurt (56/gegen Mainz) und Wolfsburg (57/gegen Union Berlin) noch immer besser im Rennen. »Wir werden alles dafür tun, am Samstag drei Punkte einzufahren. Das ändert aber nichts daran, dass auch der Wunsch sehr groß ist, fünf Tage später den Pokal zu erobern«, sagte Trainer Edin Terzic.

Hertha-Endspurt: Zwei Spiele, vier Punkte: Hertha BSC ist nach der zweiwöchigen Corona-Quarantäne erstaunlich fit und erfolgreich in den Spielbetrieb zurückgekehrt. Nach der großen Rotation mit neun neuen Spielern und dem 3:0 am Donnerstagabend gegen den SC Freiburg haben die Berliner die Abstiegsränge verlassen. Die Terminhatz aber geht weiter: Am Sonntag steht das immens wichtige Heimspiel gegen Bielefeld im Olympiastadion an - da ist verlieren verboten. Drei Tage darauf müssen die Herthaner zum dritten Nachholspiel beim FC Schalke 04 antreten.

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