BVB bleibt dran

(sid). Viel Glück, ein Geschenk und neue Hoffnung: Borussia Dortmund hat den FC Union Berlin niedergerungen und geht mit Rückenwind in das wegweisende Champions-League-Duell beim VfL Wolfsburg. Das 2:0 (1:0) nach einer Elfmeter-Fehlentscheidung lässt dem BVB eine realistische Chance, die fünf Zähler Rückstand am Samstag entscheidend zu verkürzen - und danach noch vorbeizuziehen.

Vier Punkte sind es aktuell auf Eintracht Frankfurt.

Marco Reus (27.) legte im Nachschuss nach einem Elfmeter, den er selbst sehr fragwürdig herausgeholt hatte, den Grundstein zum dritten Sieg in Serie. Raphael Guerreiro (88.) sorgte für die Entscheidung. Union muss sich auch wegen eines Latten- und eines Pfostentreffers hingegen mit dem Gedanken anfreunden, am Ende einer sehr starken Saison leer auszugehen.

Der BVB hat Vollgas bis zur letzten Saisonminute zu seiner Maxime erhoben - aber es dauerte nur zwölf Sekunden, bis er selbst die erste extrem brenzlige Situation auslöste. Emre Can verlor den Ball am eigenen Strafraum, und Marcus Ingvartsen schlenzte ihn an die Unterkante der Querlatte. Von dort sprang der Ball klar vor die Linie. Reus hätte auf der anderen Seite das 1:0 erzielen müssen (10.).

Fragwürdiger Foulelfmeter

Union startete wie gewohnt mit Wucht und Geschwindigkeit. Das Pressing bereitete dem BVB Probleme, Can und Reus spielten reichlich Fehlpässe. Dann aber bissen sich die Dortmunder besser ins Spiel, die Gäste wankten.

Schiedsrichter Daniel Schlager (Rastatt) half dem BVB mit einem Foulelfmeter, den es nicht hätte geben dürfen: Reus suchte arg den Kontakt zu Union-Torhüter Andreas Luthe, die minimale Berührung war nicht ursächlich für den Fall. Der Kapitän schob den Ball nach Erling Haalands Fehlschuss über die Linie. Der Norweger war nun sichtlich wütend, vergab aber auch seine nächste große Chance (35.).

Der BVB ging früh drauf. Fünf Minuten nach der Pause ließ Giovanni Reyna einen Schrei des Entsetzens los: Er hatte aus hervorragender Position den Ball an Luthe vorbeigelupft, aber das Tor knapp verfehlt. Dortmund drängte jetzt auf die Entscheidung - mit Jadon Sancho, der nach einer Stunde sein Comeback nach langer Verletzung gab und gleich für Unruhe sorgte.

Union blieb aufgrund der BVB-Fahrlässigkeiten im Spiel, ohne selbst großen Druck ausüben zu können. Es blieb die Hoffnung auf eine Einzelaktion oder einen Standard. Und der kam: Max Kruse hob den Ball über die Mauer an den Innenpfosten (66.). Für Dortmund begann das Zittern, das erst Guerreiro beendete.

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