RB Leipzig

Red Bull erlässt 100 Millionen

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(dpa). Der 100-Millionen-Deal mit Geldgeber Red Bull und der bevorstehende Abschied von Timo Werner ließen das enttäuschende 1:1 gegen Schlusslicht SC Paderborn bei RB Leipzig fast zur Nebensache werden. Die kommenden Tage werden für die Sachsen spannend, denn bis zum 15. Juni muss Nationalspieler Werner seine Ausstiegsklausel für den sich anbahnenden Wechsel zum FC Chelsea London nutzen. "Bislang hat weder Timo Werner bei uns die Klausel gezogen noch hat irgendein Verein uns einen Transfervertrag geschickt. Bis jetzt ist nichts in trockenen Tüchern", sagte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff dazu.

Dafür bestätigte RB einen länger zurückliegenden Millionen-Deal mit Red Bull. Durch einen Schuldenerlass von 100 Millionen Euro für das Geschäftsjahr 2018/2019 hat der Bundesligist dank seines Geldgebers Red Bull sein Eigenkapital gestärkt. "Es ist eine Transaktion, die völlig üblich ist, insbesondere in der freien Wirtschaft, aber auch im Fußballgeschäft", sagte Finanzdirektor Florian Hopp. Für ihn sei die länger zurückliegende Transaktion ein Glücksfall in der Corona-Krise.

Moralische Kritik an dem Geschäftsmodell mit dem Brausehersteller weist Hopp zurück. Der 40-Jährige betonte, dass es sich nicht um eine Schenkung des Geldgebers handele. "Die Frage ist klar zu verneinen. Dann würde auch Schenkungssteuer anfallen, was nicht der Fall ist. Darüber hinaus bekommt Red Bull seinen Zinsverlust in Form einer Vorzugsdividende ausgeglichen", sagte Hopp. Es sei auch nicht so, dass Leipzig jetzt zusätzliche 100 Millionen Euro auf dem Konto habe.

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