Breite Zustimmung

  • vonSID
    schließen

(sid). Das Echo war laut, es war eindeutig - und es fiel auch genau so aus, wie Roger Federer das wohl erwartet hatte. Scheinbar beiläufig hatte der Grand-Slam-Rekordsieger aus der Schweiz am Mittwoch seinen Gedanken über die Zukunft einer geeinten Tenniswelt freien Lauf gelassen - Frauen und Männer unter einem Dach, also in einem Verband vereint, das solle, das müsse doch die Zukunft sein, philosophierte der Schweizer auf Twitter.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. "Eine Stimme, Frauen und Männer zusammen, das ist schon lange meine Vision", twitterte etwa Tennis-Ikone Billie Jean King (76), einst Mitbegründerin der Frauen-Vereinigung WTA. Selbst Rafael Nadal, noch vor nicht allzu langer Zeit skeptisch, wenn es um einen gemeinsamen Verband ging, sprang Federer zur Seite: Es wäre "großartig, aus dieser weltweiten Krise mit der Einheit des Männer- und Frauentennis" hervorzukommen. Ein Zusammenschluss der Verbände WTA und ATP (Männer) wurde hinter den Kulissen schon länger diskutiert, Federer aber dürfte nun Schwung in die Angelegenheit bringen. Keiner findet so viel Gehör, wenn es um Belange des Tennis geht.

Wegen der Coronakrise pausieren WTA- und ATP-Tour. Der Sport könne aus diesen schwierigen Zeiten "mit zwei geschwächten Verbänden oder einem starken Verband" herausgehen, schreibt Federer nun. Dagegen sei es für den Fan viel zu kompliziert, wenn es in Zukunft weiter verschiedene Weltranglistensysteme, Logos, Webseiten und Turnierkategorien gebe.

"Es ist der richtige Anstoß zur richtigen Zeit", betonte Dirk Hordorff, der Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB). "Ich habe die Hoffnung, dass Egos beiseite gelegt werden, dann kann es klappen", ergänzte er.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare