Bornauw sichert Köln die Verlängerung

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(dpa). Beim Thema Relegation dachte Friedhelm Funkel prompt an ein Ereignis, bei dem sein Kollege Ole Werner noch lange nicht geboren war. »Meine erste Relegation habe ich 1975 mit Bayer Uerdingen um den Aufstieg in die Bundesliga gegen den FK Pirmasens gespielt«, erzählte der 67-Jährige. »Wir haben in Pirmasens 4:4 gespielt und zu Hause 6:0 gewonnen.

« Nun endet seine fast 50-jährige Karriere im Profi-Fußball mit einer Verlängerung und zwei Alles-oder-nichts-Spielen um den Klassenerhalt.

Diese Partien gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel am Mittwoch (18.30 Uhr/DAZN) daheim und dann am Samstag im Norden sieht Funkel aber als große Chance. Die Kölner haben sich mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen noch vom vorletzten auf den 16. Rang hervorgearbeitet. Die Kieler verspielten dagegen durch zwei Niederlagen auf der Zielgeraden den direkten Aufstieg. Bei den Störchen herrschte nach der 2:3-Heimniederlage gegen Darmstadt 98 Frust. Erfolgscoach Werner, mit 33 nicht einmal halb so alt wie Funkel, sagte kämpferisch: »Wichtig ist, dass wir den Blick jetzt schnell nach vorne richten. Wir waren immer dann am stärksten, wenn keiner mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt hat.« Dass die Kölner überhaupt in der Relegation stehen, haben sie einem Mann mit einer ganz besonderen Geschichte zu verdanken. Denn der Belgier Sebastiaan Bornauw, der beim 1:0 gegen Schalke spät den Siegtreffer erzielte (86.), erlebte Anfang des Jahres schlimme Wochen, wie er in der Vereins-Doku »24/7 FC« bewegend berichtete.

Seine ständigen Rückenschmerzen stellten sich als gutartiger Tumor an der Wirbelsäule heraus. Beim ersten Versuch der Operation setzte eine allergische Reaktion auf die Narkose ein. »Die Ärzte mussten mich für 24 Stunden in ein künstliches Koma setzen«, erzählte Bornauw. In kurzer Zeit kämpfte er sich zurück, eroberte wieder einen Stammplatz - und stieg mit seinem ersten Saisontor am Samstag zum Helden auf.

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