Bora-Radprofis in Unfall verwickelt

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(dpa/sid). Mehrere Fahrer des deutschen Rad-Rennstalls Bora-hansgrohe haben sich bei einem Trainingsunfall mit einem Auto Verletzungen zugezogen. Dabei erwischte es nach Teamangaben neben den beiden deutschen Profis Rüdiger Selig (31) und Andreas Schillinger (37) auch den für die Tour de France als Kapitän vorgesehenen Neuzugang Wilco Kelderman, wie das Team aus Oberbayern mitteilte. Alle drei seien bei Bewusstsein geblieben.

Der 29 Jahre alte Kelderman habe sich eine Gehirnerschütterung und eine Rückenwirbelfraktur zugezogen. Schillinger erlitt Frakturen »der Querfortsätze an der Hals- und Brustwirbelsäule«. Bei beiden Profis wird eine konservative Behandlung angestrebt. Zur Dauer des Ausfalls machte Bora-hansgrohe keine Angaben. Selig erlitt keine Frakturen, muss aber ebenfalls wegen einer Gehirnerschütterung pausieren.

Das Team hielt sich zuletzt zu einem Trainingslager am italienischen Gardasee auf. Dort wurde auch bekannt, dass der Niederländer Kelderman und nicht wie erwartet Emanuel Buchmann bei der Tour de France als Gesamtklassement-Fahrer an den Start gehen soll.

Für die gesamte Gruppe, die am Gardasee gemeinsam trainiert hatte, sei es ein »dramatisches Ereignis« gewesen, sagte Teamchef Ralph Scherzer, »es hätte aber noch schlimmer ausgehen können.«

Ähnlich sieht es auch Marcus Burghardt (37), der den Zusammenstoß aus nächster Nähe erlebte. »Drei Kilometer hinter unserem Hotel kommt plötzlich ein SUV hinter einer Mauer herausgeschossen. Wir hatten überhaupt keine Zeit zu reagieren«, sagte er dem »Münchner Merkur« und der »tz«: »Ich habe in meiner Karriere jetzt schon viele Stürze erlebt, aber das war der schlimmste. Einfach weil es so eine Wucht hatte und alles so schnell ging.«

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