Toptorjäger Fabian Klos (r.) will Bielefeld zurück in die 2. Liga schießen. FOTO: DPA
+
Toptorjäger Fabian Klos (r.) will Bielefeld zurück in die 2. Liga schießen. FOTO: DPA

Bielefeld will sich gleich absetzen

  • vonSID
    schließen

(sid). Elf gegen Elf ohne Zuschauer in der heimischen Arena - das durch die Corona-Pandemie erzwungene neue Szenario hat man beim Zweitliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld vor dem Restart des Fußball-Unterhauses bereits mehrfach durchgespielt. "Damit kommen unsere Spieler jetzt klar. Wir wollen positiv aus der Zwangspause rauskommen", sagte Sport-Geschäftsführer Samir Arabi.

Eine Vorentscheidung im Dreikampf um den Bundesliga-Aufstieg erscheint durchaus möglich. Denn während die Ostwestfalen mit bislang 51 Punkten auf dem Konto am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) den benachbarten Aufsteiger VfL Osnabrück empfangen, müssen die Verfolger VfB Stuttgart (45) beim SV Wehen Wiesbaden und der Hamburger SV (44) bei der SpVgg Greuther Fürth zeitgleich auswärts antreten.

Der in diesem Jahr noch ungeschlagene Tabellenführer möchte am liebsten da weitermachen, wo er Mitte März unfreiwillig aufhören musste. Ernsthafte Zweifel daran hat Kapitän Fabian Klos jedenfalls nicht: "Man kann nichts ausschließen, aber ich habe nicht die Sorge, dass wir einen Knick bekommen." Es wäre auch der falsche Moment, denn nur eine Woche später muss sich der Toptorjäger der Liga mit seinen Teamkollegen beim HSV beweisen. Und in der Hansestadt ist man optimistisch, mit einem Jahr Verspätung in die Erstklassigkeit zurückkehren zu können. "Wir haben jetzt fast alle Mann an Bord und den besten Kader in der zweiten Liga", sagte Kapitän Aaron Hunt. Für den Routinier hatte die Zwangspause nicht nur Nachteile: "Vor Corona hatten wir einen kleinen Hänger, aber jetzt ist alles auf null gestellt."

Ähnlich wie Hamburgs Trainer Dieter Hecking kann auch dessen Stuttgarter Kollege Pellegrino Matarazzo personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Entsprechend zuversichtlich sind die Schwaben, den direkten Aufstiegsplatz zu verteidigen. "Dafür müssen wir jedes Spiel wie ein Endspiel angehen. Die Spieler jedenfalls sind hungrig und heiß", sagte Matarazzo.

Doch klar ist auch: Alle Prognosen und Spekulationen und sogar die Spielergebnisse sind nur noch Makulatur, wenn sich positive Tests wie zuletzt bei Dynamo Dresden wiederholen sollten. Schon jetzt hat die zweiwöchige Quarantäne der Sachsen Auswirkungen auf den Spielplan und möglicherweise sogar auf den Aufstiegskampf.

Denn es ist nahezu sicher, dass das zwischen dem 26. und 28. Mai geplante Gastspiel des Tabellenschlusslichts in Bielefeld verlegt werden muss. Darüber soll laut DFL-Mitteilung in der kommenden Woche entschieden werden. Und es bleibt abzuwarten, wie die Dynamo-Profis die erneute Trainingspause verkraften werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare