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Biathleten starten erfolgreich

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imago1020016019h_051222_4c © Imago Sportfotodienst GmbH

(dpa/sid). Die deutschen Biathlon-Männer kommen so gut so wie lange nicht in eine neue Saison. Vor allem die zweite Reihe überzeugt. Auch bei den Damen läuft es schon rund.

Das lässt sich von den Rodlern nicht sagen. Zum Weltcup-Auftakt gibt es nicht viel zu holen. Alle Siege gehen an Österreich.

Am Sonntagabend dann fährt Deutschlands beste Skirennläuferin beim Super G, Kira Weidle, im kanadischen Lake Louis knapp an den TopTen vorbei. Bei den Männern überzeugt Romed Baumann. Der Überblick vom Wintersport-Wochenende.

Biathlon: Die deutschen Biathlon-Männer haben den besten Saisonstart seit sieben Jahren hingelegt. Im finnischen Kontiolahti holten sie mit der Staffel Rang zwei, dazu zwei dritte Plätze von Roman Rees im Sprint und David Zobel im Einzel. Auch die Damen mit Staffelrang zwei sowie einigen Top-Ten-Ergebnissen wussten in der Breite zu überzeugen.

Die WM-Norm schafften gleich zum Auftakt neben Rees, Zobel und Voigt auch die Routiniers Benedikt Doll und Olympiasiegerin Denise Herrmann-Wick sowie die noch im Weltcup unerfahrenen Anna Weidel und Sophia Schneider. »Wir sind extrem happy, dass wir so früh so gute Ergebnisse abrufen konnten«, sagte der neue Sportdirektor Felix Bitterling.

Bob: Francesco Friedrich verbuchte beim deutschen Dreifacherfolg der Viererbobs in Park City seinen 70. Weltcupsieg, nachdem er am Tag zuvor im kleinen Schlitten seine Sieg-Premiere auf der Olympia-Bahn von 2002 gefeiert hatte. Zweiter wurde Johannes Lochner vor Christoph Hafer. Bei den Frauen gab es durch Kim Kalicki/Leonie Fiebig und Laura Nolte/Lena Neudecker einen Doppelerfolg im Zweierbob. Im Monobob fuhr Lisa Buckwitz auf Rang zwei.

Ski alpin: Kira Weidle ist auf der dritten Weltcup-Station des alpinen Skiwinters am Wochenende gleich zweimal knapp an den Top 10 vorbeigefahren. Im kanadischen Lake Louise wurde die Rennläuferin am Sonntag im Super-G Zwölfte, in der Abfahrt am Samstag hatte die Vizeweltmeisterin aus Starnberg Rang elf belegt. Ihr Top-Ergebnis in Übersee war damit Platz sieben in der Abfahrt vom Freitag.

Weidle gelang dennoch nach eigenen Angaben ein »einigermaßen versöhnlicher Abschluss«. Ihr Lauf im Super-G sei »nicht ganz fehlerfrei« gewesen, man sehe aber, »dass ich im Sommer gut gearbeitet habe und dass es in die richtige Richtung geht«.

Weniger zufrieden war die 26-Jährige nach der zweiten Abfahrt gewesen. »Leider habe ich zwei sehr, sehr große Fehler eingebaut im unteren Teil. Bis dahin war es besser als gestern«, sagte Weidle, blickte aber nach vorn.

Romed Baumann hat derweil trotz der nächsten überzeugenden Fahrt im Super-G seinen ersten Podestplatz der Saison verpasst. Beim Sieg des Norwegers Aleksander Aamodt Kilde belegte der WM-Zweite von 2021 am Sonntag in Beaver Creek Rang acht.

Bei der Abfahrt am Samstag landete Baumann auf Rang sechs. Der Routinier kann für die WM im Februar ebenso planen wie Dominik Schwaiger (Rang 13). Rückkehrer Thomas Dreßen und Andreas Sander, die außerhalb der besten 15 landeten, hatten ihr Ticket bereits.

Nordische Kombination: Steigerungspotenzial auf der Schanze, beeindruckend in der Loipe: Kombinierer Vinzenz Geiger erkämpfte sich in Lillehammer dank starker Leistungen beim Langlauf zwei Podestplätze. Am Sonntag ließ er seinem dritten Rang vom Vortag nach einer starken Aufholjagd noch einmal die gleiche Platzierung folgen.

In Johannes Rydzek auf Rang vier und Julian Schmid auf Platz acht schafften es zwei weitere Deutsche in die Top-Ten. Der Sieg ging am Sonntag an den norwegischen Lokalmatator Jarl Magnus Riiber.

Rodeln: Kein guter Start für die deutschen Rennrodler. Beim Weltcupauftakt in Innsbruck gab es keinen einzigen Erfolg, alle Siege gingen an Österreich - für deren neuen Techniktrainer Georg Hackl ein prima Einstand.

Das beste deutsche Ergebnis war ein zweiter Platz im neuen Doppelsitzer-Wettbewerb der Frauen durch Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal. Julia Taubitz wurde zweimal Dritte ebenso wie das deutsche Nachwuchs-Duo im Doppelsitzer-Sprint der Männer, Hannes Orlamünder und Paul Gubitz.

Skilanglauf: Die Form stimmt bei Katharina Hennig - daran ändert auch ein Missgeschick am Sonntag nichts. Die 26-Jährige lag in Lillehammer im Massenstart über 20 Kilometer in der klassischen Technik sehr gut im Rennen, trat sich dann selbst auf den Skistock, musste ihn wechseln und lief »nur« als Siebte 4,3 Sekunden hinter der schwedischen Siegerin Frida Karlsson über die Ziellinie. Die im Oktober noch von einer Corona-Infektion gebeutelte Hennig hatte zuvor zwei Podestplätze geschafft.

Skispringen: Die Olympiazweite Katharina Althaus ist beim Skisprung-Weltcup in Lillehammer an einem Doppelsieg auf ihrer Lieblingsanlage vorbeigeflogen, hat aber mit Platz vier ihre starke Frühform im WM-Winter unterstrichen.

Einen Tag nach ihrem überlegenen Triumph von der Normalschanze fehlten der 26 Jahre alten Oberstdorferin von der Großschanze rund anderthalb Meter zum dritten Podium in Serie. Althaus, die fünf ihrer zehn Weltcupsiege in Lillehammer gefeiert hat, flog auf dem Lysgardsbakken zu 133,0 und 129,0 m (247,8 Punkte).

Snowboard: Gesamtweltcupsieger Martin Nörl hat Snowboard Germany einen perfekten Start in den WM-Winter beschert. Der 29 Jahre alte Boardercrosser gewann den Weltcup-Auftakt im französischen Les Deux Alpes am Sonntag und holte sich seinen insgesamt fünften Titel. »Ich hatte einen schwierigen Tag mit Startproblemen in den ersten Läufen, aber jetzt bin ich super glücklich«, sagte der gebürtige Landshuter. Die übrigen fünf deutschen Starter waren bereits vor dem Halbfinale ausgeschieden.

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