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Besser als die Bayern Poulsen hält Leipzig auf dem Vormarsch Pléa-Dreierpack und Mainzer Umbruch

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Als Doppel-Torschütze Luka Jovic in der 80. Minute das Feld verließ, skandierten die Eintracht-Fans zunächst glückselig den Namen des serbischen Torjägers – und dann träumten sie vom ganz großen Wurf. »Deutscher Meister wird nur die SGE«, sangen die Anhänger des DFB-Pokalsiegers freudetrunken nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg gegen Schalke 04. Durch einen Doppelpack von Jovic und einen weiteren Treffer von Sebastien Haller hatte Eintracht Frankfurt den Vizemeister geschlagen und dadurch den deutschen Rekordmeister Bayern München von einem Champions-League-Platz verdrängt. Frankfurt holte aus den vergangenen sechs Partien 16 Punkte – genau wie Spitzenreiter Borussia Dortmund – und kletterte auf Rang vier. Jovic traf zum achten und neunten Mal (61./73.) in dieser Saison für die Eintracht, die seit acht Heimspielen gegen Schalke ungeschlagen ist. Haller setzte in der 80. Minute den Schlusspunkt.

Als Doppel-Torschütze Luka Jovic in der 80. Minute das Feld verließ, skandierten die Eintracht-Fans zunächst glückselig den Namen des serbischen Torjägers – und dann träumten sie vom ganz großen Wurf. »Deutscher Meister wird nur die SGE«, sangen die Anhänger des DFB-Pokalsiegers freudetrunken nach dem 3:0 (0:0)-Erfolg gegen Schalke 04. Durch einen Doppelpack von Jovic und einen weiteren Treffer von Sebastien Haller hatte Eintracht Frankfurt den Vizemeister geschlagen und dadurch den deutschen Rekordmeister Bayern München von einem Champions-League-Platz verdrängt. Frankfurt holte aus den vergangenen sechs Partien 16 Punkte – genau wie Spitzenreiter Borussia Dortmund – und kletterte auf Rang vier. Jovic traf zum achten und neunten Mal (61./73.) in dieser Saison für die Eintracht, die seit acht Heimspielen gegen Schalke ungeschlagen ist. Haller setzte in der 80. Minute den Schlusspunkt.

Frankfurt holte aus den zurückliegenden neun Pflichtspielen acht Siege. »Das war eine großartige Vorstellung von uns, wir haben als Mannschaft sehr gut zusammengearbeitet. Der Teamgeist bei uns ist unglaublich«, sagte Frankfurts Jonathan de Guzman nach dem Abpfiff. Die Königsblauen kassierten nach fünf Pflichtspielen ohne Niederlage dagegen wieder eine Pleite und bleiben mit nur zehn Punkten weiterhin deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Eintracht-Coach Adi Hütter hatte seine Startelf im Vergleich zum 3:2 (1:0) am Donnerstag in der Europa League bei Apollon Limassol auf drei Positionen verändert. Schalkes Trainer Domenico Tedesco wechselte im Vergleich zum 2:0 (1:0) am Dienstag gegen Galatasaray Istanbul in der Champions League ebenfalls dreimal.

Vor 50 000 Zuschauern in der Frankfurter Arena machten die Gastgeber gleich zu Beginn mächtig Druck. Die Abwehr der Schalker hatte alle Hände voll zu tun. Ein Treffer gelang den Frankfurtern in der Anfangsphase aber nicht. Auch danach spielte sich das Geschehen weitgehend in der Hälfte der Schalker ab. Die defensiv eingestellten Gäste suchten ihr Heil in Kontern, die aber meist schon im Ansatz stecken blieben. Die beste Chance in dieser Phase vergab der Frankfurter Evan Ndicka per Kopf (19.).

Mitte der erste Hälfte wurden die Schalker mutiger, gefährlich vor das Tor von Kevin Trapp kam S04 aber nicht. Die Begegnung lebte in diesen Minuten von Mittelfeld-Zweikämpfen. Lediglich ein Schalker Gegenstoß über Mark Uth sorgte für ein wenig Gefahr (34.). Insgesamt war der Unterhaltungswert der ersten Hälfte äußerst überschaubar.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich erst einmal nichts, das Spiel blieb ein Langweiler. Der Eintracht fehlte in der Offensive die Kreativität. Die seltenen Angriffsbemühungen der Schalker hatten eher Alibi-Charakter.

In der 54. Minute musste zudem Nationalspieler Uth aufgrund einer Oberschenkelverletzung raus – seine Reise zum DFB-Team wird des Ex-Hoffenheimer mit ziemlicher Sicherheit absagen müssen.

Kurz darauf ging es dann doch vor den Toren hoch her. Zunächst vergab Breel Embolo die große Chance zur Schalker Führung (60.), im Gegenzug machte es Jovic besser. Der kroatische Vize-Weltmeister Ante Rebic hatte wenig später den zweiten Treffer auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten (66.). Dann zielte Jovic nach Vorarbeit von Filip Kostic genauer, ehe sich auch Haller mit seinem achten Saisontreffer in die Torjägerliste eintrug.

RB Leipzig bleibt in der Fußball-Bundesliga auf dem Vormarsch. Drei Tage nach der 1:2-Schlappe bei Celtic Glasgow in der Europa League schlugen die Sachsen völlig verdient Bayer Leverkusen mit 3:0 (1:0) und kletterten an Bayern München vorbei auf Platz drei. Der starke Yussuf Poulsen per Doppelpack (27., 85.) und Lukas Klostermann (68.) trafen für RB.

Leverkusen musste nach dem Sieg in der Europa League gegen den FC Zürich (1:0) und der Qualifikation für die K.-o.-Runde einen weiteren schmerzhaften Rückschlag hinnehmen. Die Mannschaft von Heiko Herrlich bleibt in der Bundesliga mit elf Punkten der Abstiegszone bedenklich nahe.

Vor 36 155 Zuschauern konnte RB im Sturm wieder auf Timo Werner setzen, der seine Zehenverletzung auskuriert hatte. Im Vergleich zur Celtic-Schlappe hatte Rangnick auf acht Positionen umgebaut. Leverkusen musste auf den zuletzt formstarken Karim Bellarabi (Muskelprobleme) verzichten und blieb unterm Strich nicht zwingend genug. Mit Julian Brandt, Kai Havertz und Kevin Volland hatte Herrlich nominell viel Offensiv-Power aufgeboten, doch die Gäste schlugen zu wenig Kapital daraus. Gefährlich wurde es, als Brandt (14.) von rechts flankte und Leipzigs Stefan Ilsanker gerade noch vor Volland klären konnte.

Als das Spiel der beiden Europapokal-Teilnehmer etwas verflachte, sorgte Poulsen für den Wachmacher. Nach einem langen Pass von Diego Demme lupfte der Däne (27.) den Ball gekonnt über Bayers Schlussmann Lukas Hradecky ins Netz.

Leverkusen schüttelte den Rückstand schnell ab und drängte noch vor der Pause auf den Ausgleich. Havertz ließ Ilsanker clever ins Leere laufen, drosch den Ball mit vollem Risiko aber knapp übers Tor. Doch insgesamt kam zu wenig von der Bayer-Offensive.

In der zweiten Halbzeit verstärkte Herrlich mit Leon Bailey für Jedvaj den Angriff. RB ließ sich mit der Führung im Rücken fallen, Bayer musste kommen, blieb aber im Aufbauspiel lange zu pomadig und einfallslos. Klostermann sorgte mit seinem Distanzschuss (68.) im 100. Spiel für RB für die Vorentscheidung, ehe Poulsen endgültig den Deckel drauf machte.

Dreierpack: In der Fremde ist bei Borussia Mönchengladbach auf Alassane Pléa Verlass. Der 23-Millionen-Mann aus Nizza avancierte mit einem Dreierpack zum Matchwinner beim 3:1-Sieg in Bremen. Damit hat der Franzose in fünf der sechs Gladbacher Auswärtsspiele getroffen. Nur beim 1:3 in Freiburg ging er leer aus, womit er den Bundesliga-Rekord verpasste. Trotzdem: Acht Saisontore sind bemerkenswert. Der letzte Gladbacher, dem dies nach elf Spielen gelang, war Oliver Neuville 2004.

Erlösung: Diesmal musste Markus Weinzierl nicht so lange warten wie bei seiner letzten Bundesliga-Station auf Schalke. Im vierten Spiel als Trainer des VfB Stuttgart gelang dem Nachfolger von Tayfun Korkut beim 2:0 in Nürnberg der erste Sieg. Als Schalke-Coach war Weinzierl gar mit fünf Niederlagen gestartet. Neben den drei Punkten durfte sich der Coach auch darüber freuen, dass die Stuttgarter Schießbude diesmal geschlossen war. Nach elf Gegentoren in drei Spielen stand diesmal die Null. »Ich bin natürlich sehr erleichtert, weil wir einen wichtigen und verdienten Sieg eingefahren haben«, sagte Weinzierl.

Juwel: Er ist gerade einmal 18 Jahre jung, doch seine Torquote ist jetzt schon überragend. Reiss Nelson erzielte beim 2:1 der Hoffenheimer gegen den FC Augsburg bereits sein sechstes Tor im siebten Spiel – und das gerade einmal zwei Minuten nach seiner Einwechslung. Schade für Hoffenheim, dass der Youngster nur vom FC Arsenal ausgeliehen ist.

Lieblingsgegner: Hertha BSC ist für Fortuna Düsseldorf immer ein gerngesehener Gast. Beim 4:1 stoppten die Rheinländer nach sechs Pleiten in Serie ihre Krise. Schon beim letzten Berliner Gastspiel in Düsseldorf war der Jubel groß, als der Fortuna im Mai 2012 beim Skandalspiel in der Relegation der Aufstieg gelang. Seit 41 Jahren ist die Hertha nun schon ohne Sieg in der NRW-Landeshauptstadt.

Umbruch: Mehr als 30 Millionen Euro hat der FSV Mainz 05 in der Sommerpause in neue Spieler investiert. Gut angelegtes Geld, wie sich zeigt. So traf unter anderem Jean-Philippe Mateta beim 3:1 in Freiburg. Nach dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison weisen die Rheinhessen bereits 15 Punkte auf.

Abwehrblock: Nach zehn Spielen ohne Niederlage hat RB Leipzig am Sonntag den dritten Tabellenplatz erobert. Beachtlich: In den vergangenen vier Bundesliga-Heimspielen sowie den jeweils letzten Heimpartien im DFB-Pokal und der Europa League bleib Leipzig ohne Gegentor. Insgesamt ist der Club seit 565 Minuten ohne Gegentor vor heimischem Publikum.

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