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Er trifft und trifft: Andre Silva erzielt für die Eintracht am Dienstag den 2:0-Endstand gegen Augsburg.

Beruhigungspille für die Eintracht

  • VonDPA
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(dpa). Adi Hütter war sichtlich erleichtert. Nach dem Wirbel um den Sommer-Wechsel des Trainers von Eintracht Frankfurt zu Borussia Mönchengladbach und der 0:4-Pleite bei seinem künftigen Arbeitgeber wirkte der 2:0-Arbeitssieg der Hessen in der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg am Dienstag im Kampf um die Champions League wie eine Beruhigungspille.

“In dieser Phase der Saison ist es einfach wichtig, dass man punktet. Ich freue mich für den gesamten Verein, dass die Chance auf einen historischen Moment in Frankfurt weiter lebt„, sagte Hütter. “Der Sieg ist Balsam auf die Wunden.„

Im Hochgefühl des Erfolges beteiligte sich der 51 Jahre alte Österreicher vor dem eminent wichtigen Gastspiel beim Tabellensechsten Bayer Leverkusen am Samstag erstmals sogar an Champions-League-Rechenspielen. “Natürlich nimmt man jetzt jeden Rivalen unter die Lupe und schaut, wer spielt noch gegen wen. Ich denke, 60 Punkte werden wir in jedem Fall brauchen„, sagte Hütter.

56 Punkte hat die Eintracht in dieser Spielzeit bereits gesammelt - so viele wie nie zuvor in der Fußball-Bundesliga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel im Jahr 1995. Nun soll die Saison mit dem erstmaligen Einzug in die europäische Königsklasse gekrönt werden. “Wenn man die Fakten anschaut muss man einfach nur schwärmen. Wir werden unseren Weg bis zum Schluss gehen. Ob es dann reicht, werden wir sehen„, sagte Hütter.

Im Endspurt kann er auch wieder auf Abwehrchef Martin Hinteregger setzen, der bei seinem Comeback nach fünfwöchiger Verletzungspause sofort wieder in den Fokus rückte. Erst hatte der österreichische Nationalspieler Glück, dass er nach einer rüden Grätsche gegen Marco Richter nur Gelb sah, dann traf der 29-Jährige per Kopf zur Führung (37.). “Ich bin sehr froh, dass er wieder da ist„, sagte Hütter über seinen Landsmann. Dennoch ersetzte er Hinteregger zur Pause durch Makoto Hasebe. “Ich habe ihn rausgenommen, weil es mir nach diesem Foul zu riskant war„, begründete Hütter den Wechsel. “Wenn es da Rot gibt, dürfen wir uns nicht beschweren.„ Ähnlich bewertete Hinteregger selbst die Szene. “Ich war ein bisschen mit Adrenalin voll„, räumte er ein.

Den zweiten Treffer steuerte André Silva (58.) bei - ebenfalls per Kopf. Für den Portugiesen war es bereits das 24. Saisontor. Damit fehlen ihm nur noch zwei zum Vereinsrekord von Bernd Hölzenbein aus der Saison 1975/76.

Und dann waren da noch die Fans. Die lautstarken Gesänge und Anfeuerungsrufe von außerhalb des Stadions waren am Dienstagabend auf dem Rasen gut zu vernehmen. “Man spürt, dass die Fans der Mannschaft helfen wollen. Sie geben uns mit dem Support außerhalb des Stadions das Gefühl, dass sie nah bei uns sind„, lobte Hütter. Das wolle man zurückgeben: “Es gäbe nichts Schöneres, wenn die Fans mit der Eintracht wieder durch Europa reisen können.„

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