Fußball

DFL berät über Fan-Rückkehr

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(sid). Vielleicht sollte Christian Seifert seine neue Trophäe so positionieren, dass sie von den 36 Klubchefs gut auf den Bildschirmen zu erkennen ist. Mit dem Preis für den "Manager des Jahres" im Rücken dürfte es dem Boss der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Leichtes sein, die Profivereine über die angestrebte Zuschauer-Rückkehr in die Stadien auf "Leipziger Linie" zu bringen.

Die Reaktionen auf den bereits genehmigten Plan von RB Leipzig haben gezeigt, dass sich der Profifußball bei diesem Thema in kaum gewohnter Einigkeit präsentiert.

Dass der Vorstoß der Leipziger, die bei ihrem Bundesliga-Auftakt in rund zwei Wochen gegen den FSV Mainz 05 trotz der Corona-Pandemie vor 8500 Fans auflaufen wollen, Lob aus den Chefetagen von Bayern München, Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt erhält, sagt fast schon alles über die Stimmungslage. Deshalb scheint klar, dass die Mehrheit die Kröte der Wettbewerbsverzerrung aufgrund der regional unterschiedlichen Vorschriften schlucken wird, um den Trumpf des Faktenschaffens nicht aus der Hand zu geben.

Nahezu alle Vereine arbeiten an Plänen - schon in der 1. Hauptrunde des DFB-Pokals (11. bis 14. September) werden wohl Zuschauer in den Arenen sein. Dass sich die Klubs damit nicht an den Zeitplan der Politik halten, wonach eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien einen Vorschlag bis Ende Oktober präsentieren soll, ist für Seifert nicht verwerflich.

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