Klare Aussage: Kevin Trapp möchte auch in der kommenden Saison bei der Eintracht zwischen den Pfosten stehen. FOTO: DPA
+
Klare Aussage: Kevin Trapp möchte auch in der kommenden Saison bei der Eintracht zwischen den Pfosten stehen. FOTO: DPA

Bekenntnis zur Eintracht

  • vonred Redaktion
    schließen

(kil). Seinen Urlaub hat Kevin Trapp (30) auf Mykonos verbracht, er hat abzuschalten versucht, und doch wurde er überrascht von Meldungen, wonach Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt einen Verkauf des Stammtorhüters trotz Vertrags bis 2024 nicht ausschließen mochte. Immerhin sprang ihm Sportvorstand Fredi Bobic zur Seite, auch Trainer Adi Hütter machte klar, mit wem er für die neue Saison im Tor plant: mit Trapp. Der 30-Jährige nahm einen Tag vor dem Test heute gegen AS Monaco mit Ex-Eintracht-Trainer Niko Kovac (18 Uhr/Sport1) ganz konkret Stellung.

Kevin Trapp über Meldungen, wonach er den Klub verlassen soll:Gelesen habe ich wenig im Urlaub, aber natürlich habe ich die Schlagzeilen mitgekriegt, das ließ sich ja nicht vermeiden. Freilich: Das Thema war für mich gar nicht so groß wie für die Medien. Ich war relativ entspannt. Denn: Ich habe nie über einen Transfer nachgedacht. Ich habe meinen Fünfjahresvertrag nicht ohne Grund unterschrieben.

... über die Aussage des früheren Aufsichtsratschefs Wolfgang Steubing, die Eintracht könne einen Verkauf von Trapp (und Filip Kostic) nie ausschließen:Zuerst: Wenn es darum geht, dem Verein durch eine hohe Ablösesumme zu helfen und ich bin derjenige, dann macht mich das stolz. Es ist nichts Ungewöhnliches, dass keiner unverkäuflich ist. Außerdem ist ja nie gesagt worden, dass mich der Verein auf alle Fälle verkaufen will. Dieses Jahr haben wir eine sehr spezielle Situation, jeder weiß es. Letztes Jahr hatten wir keine Corona-Krise, und der Verein hat trotzdem seine komplette Sturmreihe verkauft. Für einen Verein wie die Eintracht ist es doch normal, dass ein Spieler bei anderen Klubs in den Fokus gerät, wenn er Leistung bringt. Für mich gilt klar: Meine Absicht ist, nicht zu wechseln.

... ein Angebot eines anderen Klubs:Nicht, dass ich wüsste.

... seine angebliche Suche nach einem neuen Verein:Das hat mich auch verwirrt. Wie gesagt: Ich plane hier meine Zukunft. Ich habe damals gesagt, dass sich der Verein entwickelt und wir noch sehr viel bewegen können.

... den Trainingsauftakt bei der Eintracht nach vierwöchiger Pause:Die ersten Tage nach dem Urlaub waren ungewohnt. Trotzdem hatte ich nicht den Eindruck, dass wir per Sie mit dem Ball sind, sondern weiter per Du. Es sieht alles sehr gut, sehr konzentriert aus. Alle sehen sehr erholt aus.

... das heutige Testspiel gegen AS Monaco:Das ist ein gutes Freundschaftsspiel. Wir haben danach noch eine Woche intensiver Vorbereitung auf das Basel-Spiel.

... die Chancen, ein 0:3 gegen den FC Basel in der Europa League noch aufzuholen:Wir nehmen das Spiel in Basel sehr ernst. Alle sind sehr gut vorbereitet. Klar, das Ergebnis ist eindeutig, 0:3 verloren, obwohl wir ein gutes Spiel gemacht haben damals. Das wird keine einfache Aufgabe. Aber: Wenn jemand die Sensation packen kann, dann sind es wir. Das haben wir in der Vergangenheit schon bewiesen, außerdem haben wir in der Rückrunde vor allen in den Auswärtsspielen stark gespielt.

... seine persönliche Bilanz der abgelaufenen Saison:Für mich persönlich war es auch eine schwierige Saison. Nach sechs Spielen habe ich mir eine ziemlich schwere Schulterverletzung zugezogen, da rechnete man mit einer Pause von vier, fünf Monaten. Ich bin dann nach drei Monaten ins Tor zurückgekommen, habe mich relativ schnell eingefunden. Dann kam Corona und wieder eine Pause. Man kam als Spieler sehr schwer in einen Rhythmus rein. Im großen und ganzen war es eine ordentliche Saison. Jeder weiß, dass mein Anspruch extrem hoch ist, dass ich eine extrem hohe Erwartung an mich selbst habe. Es war eine Saison, die okay war. Aber ich weiß, dass ich noch viel, viel mehr kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare