Fingerzeig und Umarmung beim 3:1-Sieg der Bayern gegen Salzburg: Thomas Müller (l.), Chris Richards und 1:0-Torschütze Robert Lewandowski (r.). FOTO: AFP
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Fingerzeig und Umarmung beim 3:1-Sieg der Bayern gegen Salzburg: Thomas Müller (l.), Chris Richards und 1:0-Torschütze Robert Lewandowski (r.). FOTO: AFP

Bayern schon weiter

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(dpa). Angeführt von Robert Lewandowski ist der FC Bayern München trotz Unterzahl in der Schlussphase vorzeitig in das Achtelfinale der Champions League eingezogen. Beim 3:1 (1:0) am Mittwoch gegen RB Salzburg bejubelte der polnische Superstürmer seinen 71. Treffer in der Fußball-Königsklasse und rückte in die Top 3 der Torjäger in Europas Bestenliga vor. Nach Lewandowskis Führung (43. Minute) sorgten ein Eigentor von Maximilian Wöber (52.) und ein Kopfball von Leroy Sané (68.) für die weiteren Treffer beim nächsten Münchner Erfolg der Rekordserie von nunmehr 15 Siegen am Stück in Europa.

Durch den vierten Sieg im vierten Gruppenspiel steht der Titelverteidiger vorzeitig in der K.-o.-Runde. Das lag auch am lange unüberwindbaren Manuel Neuer im Bayern-Tor, der nach einer spektakulären Rettungstat jubelnd die Arme hochriss (70.). Beim Tor durch den deutschen U21-Nationalspieler Mergim Berisha war der DFB-Keeper machtlos (73.).

Am Tag des Todes der argentinischen Legende Diego Maradona begann die Partie mit einer Schweigeminute, beide Mannschaften trugen Trauerflor. In einem sehr intensiven Spiel taten sich die Gastgeber anfangs schwer und hatten gleich in einigen Situationen sogar Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Zwar bemühten sich die Bayern um mehr Zug und Tempo in den Aktionen als in der ersten Hälfte beim 1:1 gegen Bremen in der Bundesliga am Samstag.

Doch erneut durften sie sich bei Neuer bedanken, der nach der starken Vorstellung gegen Werder auch auf der prestigeträchtigsten Fußball-Bühne Europas sein Ausnahmekönnen dokumentierte. Bei einer Doppelchance durch Berisha und Enock Mwepu reagierte Neuer ebenso herausragend (16.) wie später gegen Dominik Szoboszlai (35.) oder in der zweiten Halbzeit erneut gegen Berisha und Mwepu (70.).

Dass in Unterzahl nichts mehr passierte, lag (auch) daran, dass Sané nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung auf 3:0 erhöhte. Den Weg ebnete aber wieder einmal Lewandowski noch in der ersten Hälfte. Einen Schuss von Thomas Müller konnte RB-Schlussmann Cican Stankovic noch abwehren, doch dann stand der Pole richtig und staubte ab.

In der Verteidigung erwies sich Jérôme Boateng als sicherer Rückhalt. "Wir wissen, was er geleistet hat und was er in der Lage ist, zu leisten", hatte der künftige Vorstandschef Oliver Kahn vor der Partie im TV-Sender Sky gesagt und angekündigt, "zum gegebenen Zeitpunkt Gespräche zu führen und zu einer fairen Lösung zu kommen". Boatengs Vertrag läuft im kommenden Sommer aus. Das 3:1 konnte aber auch Boateng nicht verhindern.

München: Neuer - Pavard (63. Lucas Hernández), Boateng, Alaba, Richards (79. Javi Martinez) - Goretzka, Roca - Coman (79. Douglas Costa), Müller, Gnabry (62. L. Sané) - Lewandowski / Salzburg: C. Stankovic - Kristensen, Ramalho, Wöber, Ulmer - Junuzovic (71. Adeyemi), Camara - Mwepu (71. Ashimeru), Szoboszlai (71. Sucic) - Koita, Berisha

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Orel Grinfeld (Israel) / Tore: 1:0 Lewandowski (43.), 2:0 Wöber (52./Eigentor), 3:0 L. Sané (68.), 3:1 Berisha (73.) / Gelbe Karten: Neuer (1)/Koita (1), Camara (2) / Gelb-Rote Karten: Roca (66./wiederholtes Foulspiel)/- Beste Spieler: Neuer, Coman, Lewandowski/Camara, Berisha

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