Groß ist die Freude bei Ivan Perisic (2.v.l) und Thomas Müller (links Leon Goretzka) nach dem Treffer zum 4:0-Endstand. Berlins Marko Grujic (vorne) ist bedient. FOTO: DPA
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Groß ist die Freude bei Ivan Perisic (2.v.l) und Thomas Müller (links Leon Goretzka) nach dem Treffer zum 4:0-Endstand. Berlins Marko Grujic (vorne) ist bedient. FOTO: DPA

FC Bayern lässt Muskeln spielen

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Der Start ins Jahr 2020 ist für den FC Bayern geglückt, das Zeichen an die Konkurrenz ist deutlich. Nur eine Halbzeit lang kann Jürgen Klinsmanns Hertha den Meister ärgern. Die Münchner Jagd auf Herbstmeister Leipzig ist mit dem 4:0-Sieg eröffnet.

Am Ende sah Jürgen Klinsmann auf der Hertha-Bank nur noch regungslos zu. "4:0 in Berlin - das schafft auch nicht jede Mannschaft", kommentierte Bayern-Trainer Hansi Flick den gelungenen Rückrundenstart des Titelverteidigers aus München bei Hertha BSC. "Wir haben die Chancen in der zweiten Halbzeit eiskalt genutzt", sagte Flick. Seine Mannschaft hatte kurz die Muskeln spielen lassen und jagt jetzt bereits als Tabellenzweiter der Fußball-Bundesliga den Herbstmeister RB Leipzig.

"Wir nehmen es gerne mit. Es gibt der Mannschaft auch einen Ticken Selbstvertrauen", erklärte Flick. Sein Team hat in Berlin mit einer konzentrierten halben Stunde der Konkurrenz deutlich gemacht, dass der nationale Branchenführer auf Attacke-Modus gestellt hat. Mit dem 4:0 (0:0) am Sonntagabend bei Hertha bleibt der FC Bayern den Leipzigern mit vier Zählern Rückstand auf den Fersen. Thomas Müller (60.), Robert Lewandowski per Foulelfmeter (73.), Thiago (76.) und Ivan Perisic (84.) sorgten für den verdienten Auswärtserfolg. Für Klinsmanns Hertha war es nach vier Spielen ohne Niederlage ein bitterer Rückschlag. Die Berliner liegen als 14. nur zwei Punkte über der Abstiegszone. "Knackpunkt war der Elfmeter. Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen mal so einen Elfmeter für uns bekommen", bemerkte ein verärgerter Klinsmann, dessen Trainerlizenz am Wochenende verlängert worden war und der die Aktion von Lukas Klünter gegen Nationalspieler Leon Goretzka "anders" als elfmeterwürdig gesehen hatte.

"Wir haben Hertha ein bisschen müde gespielt, da wurden die Lücken in der zweiten Halbzeit größer. Da haben wir mehr aufs Tempo gedrückt. Als der Knoten offen war, hat sich Hertha nicht mehr gewehrt", sagte Müller beim TV-Sender Sky.

Enttäuschung herrschte dagegen bei den Berlinern. "Die individuellen Qualitäten kamen zum Tragen", sagte Davie Selke zu den Bayern. "Wie sie es ausgespielt haben, war schon stark."

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