Mit einem galaktischen 8:2-Triumph über den FC Barcelona ist der FC Bayern München wie von einem anderen Stern in das Halbfinale der Champions League eingezogen. Thomas Müller (25) erzielte das frühe 1:0 der Münchner. FOTO: DPA
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Mit einem galaktischen 8:2-Triumph über den FC Barcelona ist der FC Bayern München wie von einem anderen Stern in das Halbfinale der Champions League eingezogen. Thomas Müller (25) erzielte das frühe 1:0 der Münchner. FOTO: DPA

Bayern demütigt Barcelona

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So spielt ein Champions-League-Sieger: 8:2! Der FC Bayern München lässt dem großen FC Barcelona im Viertelfinale der Königsklasse keine Chance.

Angeführt von Rekordspieler Thomas Müller hat der FC Bayern in einem irren Torfestival den ruhmreichen FC Barcelona überrollt und sich beim Finalturnier der Champions League endgültig in die Favoritenrolle katapultiert. Beim sagenhaften 8:2 (4:1) im Viertelfinale gegen die Katalanen mit einem entzauberten Weltfußballer Lionel Messi spielten die Münchner besonders in der ersten halben Stunde so auf, dass Erinnerungen an den 7:1-Triumph der Nationalmannschaft gegen Brasilien bei der WM 2014 aufkamen.

Bayern-Coach Hansi Flick war damals Joachim Löws Assistent, jetzt steht der 55-Jährige in Portugal vor seiner Triple-Krönung. Thomas Müller (4., 31.), Ivan Perisic (22.) und Serge Gnabry (28.) überwanden Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen im Barça-Tor im ersten Spieldrittel fast nach Belieben. Joshua Kimmich (63.), Robert Lewandowski (82.) mit seinem 14. Königsklassen-Tor dieser Saison und Barça-Leihgabe Philippe Coutinho (85., 89.) legten in der nicht mehr spannenden zweiten Hälfte nach.

Für Barcelona trafen Münchens Abwehrchef David Alaba, der in der siebten Minute ein Eigentor zum 1:1 fabrizierte, und Luis Suárez (57.). In ihrem zwölften Königsklassen-Halbfinale treffen die Bayern am kommenden Mittwoch auf Manchester City oder Olympique Lyon. Ein deutsches Finale am 23. August gegen RB Leipzig, das am Dienstag gegen Paris St. Germain spielt, ist in Portugal keine Vision mehr.

Die Bayern waren nach einem Kurztrainingslager an der Algarve mit gigantischem Selbstbewusstsein angereist - der Rekordmeister musste aber eine fast dramatische Anfangsphase überstehen. Vom üblichen Taktieren in einem K.o.-Spiel war im fast menschenleeren Estádio da Luz gar nichts zu sehen. Müller erzielte in seinem 113. Einsatz, der ihn zum deutschen Rekordspieler der Königsklasse machte, nach schönem Doppelpass mit Lewandowski die frühe Führung. Dann aber kam zunächst Barcelona.

Über die linke Seite zwang Jordi Alba mit einer Flanke Alaba zu dessen verunglückter Rettungstat ins eigene Tor vor dem einschussbereiten Suárez. Dessen Versuch fünf Minuten später parierte Nationaltorwart Manuel Neuer glänzend (9.), Sekunden später prallte eine Messi-Hereingabe an den Pfosten (10.). Erst danach hatten die Bayern die Partie vollends im Griff und spielten "Bayern-like".

Kurz nach dem ersten, aber wirkungslosen Solo des Argentiniers (20.) eroberte Gnabry, der mit seiner Schnelligkeit und Aggressivität immer wieder für Gefahr sorgte, den Ball und leitete auf Perisic weiter. Der Kroate entschied sich statt für die Hereingabe für einen starken Schuss, den Barcelonas Marc-André ter Stegen nicht entscheidend ablenken konnte.

Der 28-Jährige erlebte ganz bittere folgende Minuten. Erst Gnabry mit seinem siebten Königsklassen-Tor der laufenden Saison nach einem Lupfer des sehr präsenten Leon Goretzka und dann wieder Rekordmann Müller sorgten für den Pausenstand.

Die Katalanen, bei denen der französische Weltmeister Antoine Griezmann erst zur zweiten Hälfte eingewechselt wurde, hatten immer wieder Probleme mit der Wucht der Münchner, die ihr Tempo zwischenzeitlich drosseln konnten. In der Phase, in der sich das Spiel zu beruhigen schien, traf zwar Suárez. Dann aber startete Davies zum Weltklasse-Dribbling auf der linken Seite bis in den Strafraum und passte perfekt auf Kimmich zum fünften Bayern-Tor. Barcelona zeigte Auflösungserscheinungen. Es wurde eine Demontage.

FC Barcelona: ter Stegen - Semedo, Piqué, Lenglet, Jordi Alba - Roberto (46. Griezmann), Busquets (70. Fati), F. de Jong - Ar. Vidal - Messi, Suarez.

Bayern München: Neuer - Kimmich, Boateng (76. Süle), Alaba, Davies (84. Lucas Hernández) - Goretzka (84. Tolisso), Thiago - Gnabry (75. Philippe Coutinho), Müller, Perisic (67. Coman) - Lewandowski.

Stenogramm / SR: Skomina (Slowenien) Tore: 0:1 Müller (4.), 1:1 Alaba (7./Eigentor), 1:2 Perisic (22.), 1:3 Gnabry (28.), 1:4 Müller (31.), 2:4 Suarez (57.), 2:5 Kimmich (63.), 2:6 Lewandowski (82.), 2:7 Kimmich (85.), 2:8 Coutinho (89.). - Gelb: Suarez (2), Jordi Alba (2), Ar. Vidal (2)/Boateng (1), Davies (1), Kimmich (3)

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