Jeder darf mal: Moussa Diaby trägt sich beim Leverkusener Schützenfest in Köln ebenfalls in die Torschützenliste ein. FOTO: AFP
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Jeder darf mal: Moussa Diaby trägt sich beim Leverkusener Schützenfest in Köln ebenfalls in die Torschützenliste ein. FOTO: AFP

Bayer beim 4:0 in Torlaune

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(sid). Mit dem höchsten Auswärtssieg im Derby beim 1. FC Köln hat Bayer Leverkusen die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga behauptet. Die Werkself ließ dem rheinischen Rivalen nicht den Hauch einer Chance und setzte sich souverän mit 4:0 (2:0) durch. Drei Tage vor dem Spitzenspiel gegen Rekordmeister Bayern München strotzt die Werkself vor Selbstvertrauen.

Kölns Trainer Markus Gisdol hatte vor dem "einzigartigen" Tempo der Leverkusener gewarnt, dennoch wurde seine Elf teilweise überrollt. Der ehemalige Kölner Mitchell Weiser (8.) mit einem Volleyschuss und Moussa Diaby (10.) brachten die Gäste früh in Führung. Patrik Schick (54.) und Florian Wirtz (59.) erhöhten für Leverkusen, das in der Tabelle mit nun 28 Punkten weiter an der Spitze steht.

Im Vorfeld war viel über Wirtz gesprochen worden, den Leverkusen zu Beginn des Jahres aus der Kölner Jugend geholt hatte - und der aus dem Mittelfeld der Werkself nicht mehr wegzudenken ist. Der 17-Jährige überzeugte nicht nur wegen seines Treffers, sondern auch als Ballverteiler in der Offensive. Dass sein eigener erster Abschluss (7.) zu harmlos geriet, konnte er verschmerzen, weil Weiser kurz darauf zuschlug.

Beim zweiten Leverkusener Treffer ließ Diaby die Kölner Defensive mit einem schnellen Antritt und einer Finte stehen. Das Fehlen von Kapitän Lars Bender, der beim Aufwärmen über Probleme im Oberschenkel geklagt hatte, machte sich nicht bemerkbar. Nach einem Pass von Wirtz auf Leon Bailey konnte der überforderte Jannes Horn den Jamaikaner nur per Foul stoppen (34.). Den Freistoß klärte Salih Özcan.

Leverkusen schaltete nach der stürmischen Anfangsphase zurück, blieb aber jederzeit überlegen. Köln bemühte sich, brachte jedoch keinen gefährlichen Angriff zustande. Anders als beim überraschenden Sieg in Dortmund Ende November gelang es dem FC nicht, den technisch überlegenen Gegner in die Zweikämpfe zu zwingen und ihn so aus dem Konzept zu bringen.

Gisdol brachte zu Beginn der zweiten Halbzeit den schnellen Kingsley Ehizibue, um mehr Zugriff zu bekommen. Es half nicht - mit zwei Treffern innerhalb von nur fünf Minuten zog Leverkusen davon.

Köln: Horn; Cestic, Bornauw, Jannes Horn (42. Limnios), Wolf, Skhiri (65. Hector), Jakobs, Özcan, Rexhbecaj (65. Mere), Thielmann (46. Ehizibue), Andersson (65. Modeste).

Leverkusen: Hradecky; Weiser, Tah, Dragovic (66. Tapsoba), Wendell, Baumgartlinger (66. Demirbay), Wirtz, Amiri (78. Sinkgraven), Bailey (66. Bellarabi), Schick (78. Alario), Diaby.

Steno / SR: Stieler (Hamburg). - Tore: 0:1 Weiser (8.), 0:2 Diaby (10.), 0:3 Schick (54.), 0:4 Wirtz (59.). - Zu.: keine. - Beste Spieler: Özcan - Weiser, Wirtz, Diaby.

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