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Bangen um Zipser

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Die Niederlage in Israel abhaken und mit Volldampf ins Gruppenfinale gegen Griechenland: Die deutschen Basketballer wollen am Sonntag ihre starke WM-Quali krönen. Pechvogel Paul Zipser kann wohl nicht dabei sein.

Henrik Rödl war gedanklich schon beim Showdown. Beim spannenden Finale um den Gruppensieg in der WM-Qualifikation, beim Gipfel gegen Griechenland in Bamberg. »Wir wollen zu Hause unbedingt gewinnen, ein Sieg wäre ein würdiger Abschluss«, sagte der Basketball-Bundestrainer am Tag nach der 77:81-Niederlage in Israel, die er schnell abhakte.

Schon in Tel Aviv begann die Vorbereitung auf den Kracher zum Abschluss einer starken Qualirunde für die WM in China. Sorgen bereitet dem 49-Jährigen die Verletzung von Paul Zipser. »Es ist fraglich, ob er spielen kann«, sagte Rödl mit Blick auf die Partie am Sonntag (18.00 Uhr/MagentaSport): »Ich hoffe, dass die Verletzung nicht so schlimm ist.« Rödl rechnet am Samstag mit einer Diagnose. Der NBA-erfahrene Flügelspieler Zipser war in der intensiven Partie gegen Israel mit seinem vorbelasteten linken Fuß umgeknickt.

Bis zur Schrecksekunde hatte der Ex-Spieler der Chicago Bulls in seinem ersten Länderspiel seit zweieinhalb Jahren mit 15 Punkten einen starken Eindruck hinterlassen. Zipser, der in Spanien bei San Pablo Burgos unter Vertrag steht, hatte gerade eine lange Verletzungspause nach einem Ermüdungsbruch überstanden.

»Er hat sich natürlich schon geärgert«, sagte Rödl nach dem Rückschlag: »Ich finde schon, dass man sieht, was er drauf hat.« Zipser kann womöglich nicht mit am perfekten Schlussakkord arbeiten, für den die Nationalmannschaft den Rückstand aus der 84:92-Niederlage aus dem Hinspiel in Griechenland aufholen muss.

Den Morgen nach dem Dämpfer in Tel Aviv nutzte das DBB-Team für regenerative Maßnahmen. »Dehnen, Rollen, ein bisschen sich bewegen«, nannte es Rödl. Dann stand ein langer Flug auf dem Plan und am späten Abend die Ankunft in Bamberg. In Franken sollen dann am Samstag Danilo Barthel und Maodo Lo – beide noch am Freitag mit Bayern München in der EuroLeague aktiv – zum Team stoßen. Zu große Erwartungen solle man aber nicht an die beiden möglichen Leistungsträger haben, sagte der Bundestrainer.

Rödl betonte nach der erst zweiten Niederlage im elften Spiel noch einmal, wie hoch er die Leistung seiner Mannschaft seit dem Quali-Start im November 2017 einschätzt. »Wir haben uns früh in einer Gruppe qualifiziert, in der es nicht einfach ist zu gewinnen«, sagte er: »Dieses Fenster hat es noch einmal in sich.«

Gelingt der schwierige Coup gegen Griechenland, hat sich die deutsche Mannschaft die beste Ausgangsposition für die WM-Auslosung am 16. März erarbeitet. Dann werden auch Dennis Schröder und Co. genau hinschauen. Die Starspieler aus der NBA, die aktuell aufgrund ihrer Klubverpflichtungen nicht helfen können, haben allesamt schon ihr Interesse an der Weltmeisterschaft vom 31. August bis 15. September angemeldet. Die Kaderauswahl wird zu einer kniffligen Aufgabe für Rödl.

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