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Ausgesprochen Henni

(htr) Hendrik "Henni" Nachtsheim über Flüge, abgedroschene Fußballphrasen und eine Autopanne.

Hallo Herr Nachtsheim. Am Sonntagmorgen habe ich bei der Mountainbike-Veranstaltung "Rund um den Flughafen Frankfurt" teilgenommen, dort die längste Runde absolviert und hatte viel Zeit zum Nachdenken. Schwant Ihnen schon Böses?

Henni: Sagen wir es so – nicht mehr als sonst auch, wenn Ihre Fragen kommen...

Bei so manchem Flugzeug, das über mich hinweggestartet ist, hatte ich immer das Gefühl, da könnten auch einige Spieler der Eintracht drinsitzen und die "Flatter" machen.

Henni: War das jetzt eine Befürchtung oder eher Wunschdenken? Und wie kommen Sie überhaupt auf so was?

Warum ich auf solche Gedanken komme? Schauen Sie, wie Sandro Wagner in Darmstadt eingeschlagen hat. Warum gelingt es der Eintracht nicht, einmal einen derartigen Glücksgriff zu landen?

Henni: Sandro Wagner spielt derzeit so gut, weil um ihn rum alles stimmt: Trainer, Mannschaft, Umfeld, Fans usw. In Frankfurt stimmt derzeit nur wenig und deswegen glaube ich auch nicht, dass Wagner bei uns genauso gut spielen würde.

Überhaupt, wie die Darmstädter mit der halben Reservemannschaft die Bayern so lange so in Verlegenheit brachten, das war schon beeindruckend, oder?

Henni: Ja, vor allem, weil sie nach diesen fünf zufälligen Gelben Karten eine Woche vorher ja mit einer Art B-Mannschaft angetreten sind, die sich dann aber besser geschlagen hat als die meisten A-Mannschaften von anderen Clubs.

Zurück zur Eintracht. Bei einem Flugzeug hatte ich irgendwie das Gefühl, Armin Veh winkt mir von oben zu. So eine Art Abschiedsgruß. Ist dieses Szenario denkbar?

Henni: Freiwillig wird er nicht einsteigen, zwei Rücktritte kann sich kein Trainer leisten. Es müsste ihm also, um bei ihrer Metapher zu bleiben, schon jemand anderes den Flug buchen.

Jedenfalls hat die Eintracht beim torlosen Remis gegen den Hamburger SV kaum überzeugen können. Und der Spruch, "wir haben gekämpft und Moral bewiesen", bringt auch kaum Punkte ein.

Henni: Stimmt. Und wenn, dann höchstens in der Tabelle der abgedroschensten Fußball-Phrasen. In der übrigens "Der Ball ist rund" auf Platz eins steht, gefolgt von "Den hätt meine Oma reingemacht!".

Niemand will jetzt den Teufel an die Wand malen, allerdings haben Hoffenheim und Augsburg an diesem Wochenende gewonnen. Das sind keine der Eintracht zuträglichen Resultate.

Henni: Ich glaube, es täte der Eintracht gut, wenn sie selbst für zuträgliche Resultate sorgen würde. Wenn dir beim Autorennen der Reifen platzt, ist es ja bekanntlich auch besser, den Schaden schnellstmöglich zu beheben statt drauf zu hoffen, dass den Konkurrenten das Gleiche passiert.

Andererseits, es stehen noch zwölf Spieltage aus, wir sollten uns also noch nicht verrückt machen. Was erwarten Sie von den Spielen gegen Schalke, in Berlin und gegen Ingolstadt?

Henni: Da muss ich widersprechen. Wenn wir mit dem "uns nicht verrückt machen" noch ein paar Wochen warten, kann es schon längst zu spät sein. Wenn die Eintracht tatsächlich reagieren will, dann muss sie es bald tun.

Herr Nachtsheim, haben Sie schon eine vage Vorstellung, wie es Ihnen nach dem 34. Spieltag gehen könnte?

Henni: Damit beschäftige ich mich jetzt noch nicht. Ich denke von Spiel zu Spiel!

Echt jetzt?

Henni: Nein, aber ich wollte Ihnen Platz drei von der Phrasentabelle nicht vorenthalten.

Was halten Sie von Heidenheim, Sandhausen und Fürth?

Henni: Nun, in Heidenheim gibt es unter anderem das Museum Schloss Hellenstein, in dem es sehr interessante historische Kutschen zu sehen gibt. In Sandhausen steht eine ehemalige Synagoge aus dem Jahre 1757, in der heute interessante Kulturveranstaltungen stattfinden. Und Fürth war 2007 immerhin "Wissenschaftsstadt". Sie sehen, alle drei Städte genießen meine Wertschätzung. Warum fragen Sie?

Weiß ich auch nicht. Irgendwie schossen mir die Namen so in den Sinn. Tschüss Herr Nachtsheim

Henni: Tschüss Herr Herteux!

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