Der nächste Patient? Nach Stürmer Erling Haaland droht dem BVB, dass Verteidiger Mats Hummels zumindest am Samstag in Frankfurt ausfällt. FOTO: DPA
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Der nächste Patient? Nach Stürmer Erling Haaland droht dem BVB, dass Verteidiger Mats Hummels zumindest am Samstag in Frankfurt ausfällt. FOTO: DPA

Ausfälle trüben Stimmung

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Dortmund und Leipzig liefern in der Champions League gute Auftritte ab. Doch beim BVB hält sich die Freude über den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale in Grenzen.

Lucien Favre sorgte sich um seinen wochenlang fehlenden Top-Stürmer Erling Haaland, Julian Nagelsmann rechnete seine Leipziger schon mal zum Sieg bei Bayern München. Trotz erfolgreicher Auftritte in der Champions League könnte die Gemütslage bei den Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund und RB Leipzig kaum unterschiedlicher sein. Vor allem der BVB steht ohne Haaland vor schwierigen Wochen. Immerhin gab es beim angeschlagenen Mats Hummels leichte Entwarnung.

"Es sieht so aus, als sei es nicht allzu schlimm", schrieb der Abwehrchef auf Instagram. Beim 1:1 gegen Lazio Rom, das den vorzeitigen Einzug in das Achtelfinale gesichert hatte, war Hummels kurz vor Abpfiff noch mit dick bandagiertem Fuß in die Kabine gehumpelt. Der Innenverteidiger kann aber vielleicht sogar am Samstag in Frankfurt mitwirken - im Gegensatz zu Mittelfeldspieler Thomas Delaney (Rückenblessur).

Doch der Muskelfaserriss von Haaland könnte den Bundesliga-Vierten im Titelrennen zurückwerfen. Schließlich gilt der Norweger als unverzichtbar und ist mit zehn Bundesliga-Treffern und sechs Toren in der Champions League der beste BVB-Schütze. "Das tut uns weh", klagte Sportdirektor Michael Zorc. "Wir müssen eine andere Balance finden. Es ist etwas anders, wenn Erling vorne steht."

Ohne Haaland wird es schwer

Wie schwierig es ohne Haaland in den Spielen bis Weihnachten werden wird, bekamen die Dortmunder bereits gegen Rom zu spüren. Nur dank der starken Leistung von Torhüter Roman Bürki rettete das Team in der Schlussphase nach den Treffern von Raphael Guerreiro (44.) und Ciro Immobile (67./Foulelfmeter) das Remis über die Zeit. Die Elfmeterentscheidung des spanischen Schiedsrichters Antonio Mateu Lahoz war allerdings sehr fragwürdig gewesen. Den Sturz von Gäste-Profi Sergej Milinkovic-Savic im Zweikampf mit Nico Schulz wertete Favre als Schauspielerei: "Unglaublich. Das ist kein Elfmeter, das ist Theater. Er übertreibt." Dass seine Mannschaft den vorzeitigen Gruppensieg verpasste, war dem Schweizer relativ egal. "Ich denke momentan an unsere verletzten Spieler. Der erste Platz ist nicht relevant."

Um das Weiterkommen in der Champions League geht es für Leipzig nach dem 4:3 bei Istanbul Basaksehir erst am Dienstag im Finale gegen Manchester United. Zuvor müssen die Sachsen im Bundesliga-Topspiel bei Bayern München bestehen. Als Mutmacher zog Nagelsmann die Statistik heran. "Unsere Spiele in München waren bisher 0:3, 0:2, 0:1, 0:0. Wenn man das logisch weiterführt, dann könnte es sein, dass wir dort gewinnen", sagte er vor dem Abflug aus Istanbul nach München.

Bei Leipzig ist nichts unmöglich

Wichtiger als die Statistik ist für die RB-Profis in diesen körperlich fordernden Wochen die Psyche. "Wir sind aber in einer guten Verfassung. Wir sind Zweiter in der Liga, in der Champions League auf Kurs - von daher haben wir das Selbstvertrauen", sagte Kapitän Marcel Sabitzer. Für eine Überraschung in der Allianz-Arena darf RB allerdings nicht so verschwenderisch mit seinen Chancen umgehen wie in der Türkei. "Das müssen wir abstellen", betonte Sabitzer. "Denn gegen bessere Gegner wird es sonst schwer."

Dass bei Leipzig nichts unmöglich ist, hat man in Istanbul gesehen. Da lieferte Königstransfer Alexander Sörloth endlich das ab, wofür Leipzig im Sommer 20 Millionen Euro überwiesen hatte: wichtige Tore. "Das Tor nimmt mir eine Menge Druck. Jetzt kann ich mich auf mein Spiel und meine Entwicklung konzentrieren", sagte der Norweger. Zumal ihm so ein Siegtor in der dritten Minute der Nachspielzeit noch einmal Extra-Energie verschaffen dürfte. Das sieht auch Nagelsmann so: "Ab jetzt geht es bergauf."

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