Martin Schmidt muss beim FC Augsburg gehen. FOTO: AFP
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Martin Schmidt muss beim FC Augsburg gehen. FOTO: AFP

Augsburg feuert Schmidt

  • vonDPA
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Bei seiner Verpflichtung sprach Martin Schmidt von einer "Ehe" - jetzt folgt die Scheidung. Der FC Augsburg trennt sich überraschend von dem Schweizer Coach. Sein noch nicht benannter Nachfolger hat einen Vorteil in den kommenden Wochen.

Trainer Martin Schmidt muss nach nicht einmal einem Jahr beim FC Augsburg wieder gehen. Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist trennte sich nach einer enttäuschenden Bilanz in der Rückrunde am Tag nach dem 0:2 beim FC Bayern München überraschend von dem Schweizer Coach. Wer Schmidts Nachfolger beim Tabellen-14. wird und wer das Team auf das Heimspiel am Sonntag (18 Uhr/Sky) gegen den VfL Wolfsburg vorbereitet, ließ der Verein am Montag zunächst offen. Dem 52-jährigen Schmidt wurde eine Serie von sieben Niederlagen in neun Spielen zum Verhängnis.

"Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber aufgrund der Bilanz von lediglich vier Punkten aus neun Begegnungen sind wir zu der Überzeugung gekommen, auf der Trainerposition eine Veränderung vorzunehmen", sagte Manager Stefan Reuter. "Es wird immer wieder schwierige Phasen geben, die es zu überstehen gilt. In der aktuellen Situation sehen wir unser Ziel Klassenerhalt jedoch als gefährdet an, sodass wir zu diesem Entschluss gekommen sind." Das Aus für Schmidt bedeutet den siebten Trainer-Wechsel in der laufenden Liga-Saison.

In den acht Rückrundenspielen gab es sechs Niederlagen, der Abstand auf den Relegationsrang beträgt nur noch fünf Zähler. Der neue Trainer hat den Vorteil, dass er die schwierigen Aufgaben gegen die Spitzenteams Dortmund, Leverkusen, Mönchengladbach und eben Bayern schon hinter sich hat. An den kommenden neun Spieltagen muss der FCA liefern.

Schmidt hatte im April 2019 die Nachfolge von Manuel Baum angetreten. Am Saisonende jubelte er über den Klassenverbleib. Der zunächst bis 2020 vereinbarte Kontrakt verlängert sich durch den Nichtabstieg bis 2021.

"Ich akzeptiere die Entscheidung der Vereinsführung und bedanke mich für das Vertrauen und die Chance, die ich hier bekommen habe", sagte Schmidt. "Der Verein steht immer über jedem Einzelnen. Daher wünsche ich dem FCA und dem Team alles Gute und hoffe, dass mit einem neuen Impuls die Wende gelingt." Auch sein Co-Trainer Stefan Sartori wurde von seinen Aufgaben entbunden.

Die Kritik an Schmidt war zuletzt wieder lauter geworden. Schon in der Hinrunde war die Situation für den Schweizer schwierig, doch sechs Spiele ohne Niederlage sorgten für Ruhe. Der FCA überwinterte auf Rang zehn, doch schnell ging es wieder nach unten. In der Rückrunden-Tabelle sind die Augsburger Letzter. Bei allen Emotionen und viel Leidenschaft, die Schmidt vorlebte, beobachteten die Verantwortlichen die Entwicklung der Mannschaft mit Sorge. Vor allem die Defensivbilanz ist mit 52 Gegentoren erschreckend.

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