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Auf seine Führungsspieler wie Torhüter Kevin Trapp (r.) kann Eintracht-Trainer Adi Hütter bauen. In Leverkusen soll heute der nächste Schritt Richtung Champions League gelingen.

Aufmunterndes Signal

  • VonRedaktion
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In dieser entscheidenden Phase der Fußball-Bundesliga ist es von Vorteil, dass sich Eintracht Frankfurt auf Führungsspieler verlassen kann. Das soll auch heute Abend (18.30 Uhr) in Leverkusen der Fall sein.

Vielleicht hat es Martin Hinteregger ein wenig übertrieben mit seinem rabiaten Einsteigen am Dienstag im Spiel gegen die früheren Augsburger Kollegen, das Foul an der Mittellinie gegen Marco Richter war ein übles und hätte durchaus mit mehr als “dunkelgelb„ geahndet werden können. Aber dem rustikalen Stopper von Eintracht Frankfurt war es um mehr gegangen, er habe “ein Zeichen setzen„ wollen, habe in die Partie “wieder Leben„ reinbringen wollen in einer Phase, da “wir einen Hänger hatten„. Das hat ja auch geklappt, Richter hat keine Verletzung davongetragen und “Hinti„ kurz darauf sein Team mit dem Führungstor noch schnell persönlich auf die Siegerstraße gebracht.

Wer bei Eintracht Frankfurt das Sagen hat, wessen Wort Gewicht hat und Gehör findet, das wurde dieser Tage deutlich. Neben Hinteregger war da natürlich der Torwart Kevin Trapp an vorderster Front, der mit einem zwar leicht zu durchschauenden, aber mannschaftliche Geschlossenheit und Wagenburgmentalität beschwörenden Rundumschlag gegen “regionale Medien„ die Reihen schloss. Und Co-Kapitän Sebastian Rode, wird, obzwar heute Abend (18.30 Uhr/Sky) wegen einer Gelbsperre für die Partie gegen Bayer Leverkusen zum Zuschauen verdammt, nicht müde, die Einheit des Teams zu beschwören: “Wir werden mit aller Kraft weiter an unseren Zielen arbeiten.„

Es ist ein aufmunterndes Signal, dass in dieser Phase der Saison, da es drauf ankommt, Persönlichkeiten innerhalb des Teams vorangehen und den Takt vorgeben. Gerade in diesen etwas kritischeren Momenten nach dem bekannt gewordenen Wechsel des Trainers Adi Hütter nach Gladbach - ein Vorhaben, das manche Spieler persönlich getroffen hat - kommt den Führungskräften im Kader eine besondere Aufgabe zu: Sie müssen und können den Laden zusammenhalten. Ihr Selbstvertrauen färbt ab, vermittelt den anderen dieses Gefühl der Stärke. Ein Großteil dieser Autorität beziehen sie aus der Tatsache, dass sie schon öfter etwaige Täler durchschritten und schwierige Situationen gemeistert haben. So leicht wirft die nichts um. Es sind die Säulen innerhalb des Mannschaftsgefüges, die sicher und stabil stehen, gerade wenn es um Hop oder Top geht. Und diese mentale Stärke, die diese Frankfurter Mannschaft auszeichnet, kann im Endspurt womöglich entscheidend sein. Die transportierte Botschaft ist offenkundig: Dieses Team lässt sich nicht von seinem Traum abbringen.

Da ist es zudem von Vorteil, dass auch Makoto Hasebe, ohnehin ein Profi, der höchsten Respekt und Autorität genießt in der Kabine, ins Team zurückkehrt. Er wird heute Rode ersetzen, mit seiner Routine und seinem Spielverständnis ist er so wertvoll wie kaum ein Zweiter. Ohnehin ist der Japaner “ein absoluter Schlüsselspieler„ für Hütter. Dazu kommt, dass sich jüngere, weniger erfahrene Spieler an alten Haudegen wie Hinteregger, Hasebe, Trapp, aber auch Timothy Chandler, Amin Younes oder Stefan Ilsanker anlehnen und sich bei Bedarf aufrichten können.

Insbesondere die jungen Profis, speziell Djibril Sow, aber auch Evan Ndika oder Tuta, profitieren davon. Gerade der knapp 22 Jahre alte Brasilianer hat zuletzt gewisse Makel nicht verbergen können. Ganz normal, findet das Trainer Hütter, “Formschwankungen„ seien in diesem Alter üblich. Und Unterstützung von den alten Hasen wird Tuta heute gebrauchen können, drohen ihm doch in Moussa Diaby oder Leon Bailey oder Karim Bellarabi Gegenspieler mit atemraubender Geschwindigkeit und spielerischer Qualität.

Ob Hütter erneut mit den beiden Stürmern André Silva und Luka Jovic oder eher mit den beiden Zehnern Amin Younes oder Daichi Kamada beginnen wird, ist ungewiss, hängt vielleicht noch daran, ob der Japaner seine Handverletzung in den Griff bekommt.

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