Auf Rekordjagd

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(dpa). Die Weltrekordjagd in der Leichtathletik geht rasant weiter. In 1:04:02 Stunden pulverisierte die Kenianerin Ruth Chepngetich am Ostersonntag die Halbmarathon-Bestmarke in Istanbul. Die 26-jährige Marathon-Weltmeisterin verbesserte den Weltrekord der Äthiopierin Abadel Yeshane Birhane über die 21,1 Kilometer um 29 Sekunden. Schnell unterwegs war auch die deutsche Rekordhalterin Melat Kejeta vom Laufteam Kassel.

Die 28 Jahre alte WM-Zweite wurde in 1:07:33 Stunden Neunte und rannte die zweitbeste Zeit einer Deutschen nach ihrem nationalen Rekord (1:05:18).

Dagegen lief es beim deutschen Marathon-Rekordhalter Amanal Petros nicht wie gewünscht. Der Wattenscheider wollte den 28 Jahre alten deutschen Halbmarathon-Rekord von Carsten Eich (60:34) brechen, kam aber als Zwölfter nur in 63:58 Minuten ins Ziel. Breits an der 10-km-Marke (29:04) hatte er gut 20 Sekunden Rückstand. Zwei Wochen zuvor hatte Petros noch in Dresden seine Bestzeit auf 61:37 Minuten gesteigert. Bei den Männern gewann der Weltrekordler Kibiwott Kandie aus Kenia in 59:35 Minuten.

Im Blickpunkt standen am Bosporus aber die schnellen Frauen. Hinter der 26-jährigen Chepngetich wurde die Äthiopierin Yalemzerf Yehualaw mit 1:04:40 Stunden Zweite und die Crosslauf-Weltmeisterin Helen Obiri aus Kenia in 1:04:51 Stunden Dritte. Obiri erzielte damit die bisher beste Zeit einer Debütantin über diese Strecke. Damit blieben erstmals die ersten Drei eines Rennens unter 65 Minuten.

»Istanbul ist meine Stadt, ich liebe es, hier zu laufen«, sagte Chepngetich, die zuvor je zwei Halbmarathons und zwei Marathons in Istanbul gewonnen hatte. »Der Weltrekord ist etwas, wovon ich schon seit einiger Zeit träume«.

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