Lucas Auer (v.) feiert in seinem BMW einen überraschenden Sieg auf dem Lausitzring. FOTO: DPA
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Lucas Auer (v.) feiert in seinem BMW einen überraschenden Sieg auf dem Lausitzring. FOTO: DPA

Auer lässt BMW jubeln

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(sid). Nachdem er überraschend die Dominanz von Audi durchbrochen hatte, konnte Lucas Auer sein Glück kaum fassen. "Es war ein unglaubliches Rennen, mir fehlen die Worte, was für ein Rennen", sagte der Österreicher, der BMW auf dem Lausitzring unverhofft den ersten Sieg in der DTM seit zwölf Läufen beschert hatte.

Für den Rückkehrer, der zwischen 2015 und 2018 bereits in der Serie am Start war, war es der fünfte Sieg in der DTM. Und dieser kam angesichts der bisherigen Dominanz von Audi in diesem Jahr aus dem Nichts. Begünstigt wurde der Erfolg von einem taktischen Fehler der Audi-Piloten. Die Meisterschaftsanwärter Nico Müller (Schweiz), Rene Rast (Minden) und Robin Frijns (Niederlande) verpokerten sich allesamt und konnten im Schlussspurt nicht mehr eingreifen. "Wir haben uns zu sehr auf uns konzentriert und das virtuelle Rennen aus den Augen verloren", gab Titelverteidiger Rast zerknirscht zu. Der 33-Jährige wurde nur Sechster - und schlimmer noch: Er wurde auf den letzten Metern von Spitzenreiter Müller überholt, der sich somit wichtige Zähler im Meisterschaftsrennen sicherte. In der Gesamtwertung führt Müller (133 Punkte) vor Rast (97) und Frijns (92). Bester BMW-Fahrer ist der am Sonntag zweitplatzierte Timo Glock (Wersau/52) auf Platz vier. Auer hat als Neunter 35 Punkte auf dem Konto.

Müller, der erstmals in diesem Jahr nicht Erster oder Zweiter wurde, gab ebenfalls zu, dass der Boxenstopp möglicherweise zu spät erfolgt sei. "Wir haben damit gerechnet, dass wir Chancen zum Überholen finden", sagte er, dies sei aber nicht der Fall gewesen, weil "wir nicht so viel schneller waren wie erhofft".

So gelang es Auer, die BMW-Durststrecke zu beenden. Er überholte den lange führenden Glock zu Beginn der letzten Runde und ließ sich den Erfolg dann nicht mehr nehmen. Dritter wurde Audi-Fahrer Frijns.

Das Samstagsrennen auf dem Lausitzring hatte Audi dominiert und einen ungefährdeten Dreifachsieg eingefahren. Rast landete vor Müller und Frijns - für Sonntagssieger Auer sprang nur der zwölfte Platz heraus.

Vor dem dritten Rennwochenende des Jahres war bekannt geworden, wie Serienboss Gerhard Berger die Zukunft der taumelnden DTM gestalten will. Der Plan ist die Umwandlung in eine GT3-Serie und damit die Abkehr vom bisherigen Konzept, das die DTM einzigartig gemacht hatte. Dieser Schritt ist erforderlich, weil sich Audi zum Saisonende aus der DTM zurückziehen wird und der Markt keinen adäquaten Ersatz bietet. Mit dem Wechsel in die GT3-Klasse tritt die DTM in direkte Konkurrenz mit dem ADAC GT Masters, das seit Jahren fest etabliert ist.

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