Attraktive Gegner für die Eintracht

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Dieses Los birgt Brisanz. RB Leipzig trifft in der Europa League auf den Namensvetter aus Salzburg. Eintracht Frankfurt freut sich derweil über sportlich wie geografisch attraktive Ziele. Leverkusen bekam leichte Gegner.

Die Europa League wird für RB Leipzig zum Politikum. Während sich Eintracht Frankfurt mit seinen Fans über attraktive Herbst-Reisen gen Süden freut und Bayer Leverkusen sportlich ein Glückslos erwischte, sorgt für Leipzig das RB-Duell mit dem Namensvetter aus Salzburg für besondere Europacup-Brisanz. "Natürlich ist die Partie gegen Salzburg eine besondere – für mich und sicherlich auch den einen oder anderen unserer Spieler", sagte Trainer Ralf Rangnick. (mehr dazu siehe Extrabericht).

Pokalsieger Eintracht Frankfurt freute sich einfach über die Hammerlose in der Gruppe H. So trifft die Eintracht bei ihrem Europacup-Comeback nach fünf Jahren auf Vorjahresfinalist Olympique Marseille und den italienischen Top-Club Lazio Rom, dazu wartet noch Apollon Limassol aus Zypern. "Wir haben tolle Ziele. Alle drei Spielorte sind für die Fans super. Sportlich ist es durchaus ambitioniert, anspruchsvoll und eine tolle Herausforderung. Wir haben uns Europa gewünscht und jetzt haben wir Europa auf höchstem Niveau. Die Herausforderung werden wir annehmen", sagte Vorstandschef Axel Hellmann. Allerdings muss Frankfurt sein erstes Auswärtsspiel in Marseille unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen. Wegen schweren Fehlverhaltens seiner Fans waren die Franzosen dazu verurteilt worden, das erste Europa-Heimspiel der kommenden Spielzeit ohne Zuschauer auszutragen. Wie die UEFA am Freitag wenige Stunden nach der Auslosung bekanntgab, wird das am 20. September (18.55 Uhr) die Partie gegen die Eintracht sein. Das erste Heimspiel in der neuen internationalen Saison haben die Hessen dann am 4. Oktober (21 Uhr) gegen Lazio Rom.

Die vermeintlich leichteste Gruppe erwischte Leverkusen mit dem bulgarischen Meister Ludogorets Rasgrad, dem FC Zürich und AEK Larnaka aus Zypern. Rasgrad dürfte den deutschen Fans womöglich noch aus dem Vorjahr in Erinnerung sein, als sich der bulgarische Serienmeister unter anderen gegen 1899 Hoffenheim durchsetzte. Für Leverkusen ist der Club indes Neuland, ganz im Gegensatz zum FC Zürich. Im Dezember 2007 trafen beide Vereine in der Gruppenphase bereits aufeinander. Damals siegte Bayer in Zürich 5:0.

Auf den krassen Außenseiter F91 Düdelingen wartet ein ganz besonderes Highlight. Der erste luxemburgische Club, der sich für die Europa-League-Gruppenphase qualifizieren konnte, bekommt es in der Gruppe F mit dem früheren Champions-League-Sieger AC Mailand zu tun.

Die ersten beiden Teams jeder Gruppe ziehen in die Zwischenrunde ein, in der dann auch die acht Gruppendritten aus der Champions League hinzukommen. Das Finale steigt am 29. Mai in Baku in Aserbaidschan.

Im Vorjahr hatten die deutschen Teams in der Europa League massiv enttäuscht. Der SC Freiburg verpasste die Gruppenphase. 1899 Hoffenheim, Hertha BSC und der 1. FC Köln schieden in der Vorrunde aus. RB Leipzig und Borussia Dortmund stiegen als Gruppendritte der Champions League in der K.-o.-Phase ein, kamen aber nicht über das Viertel- und Achtelfinale hinaus.

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