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MVP Giannis Antetokounmpo (l.) führt das Team James zum Sieg im Allstar-Game gegen das Team Durant um Jayson Tatum.

Antetokounmpo wertvollster Spieler

(sid). Nach dem »Schlag ins Gesicht« lieferten die NBA-Größen um LeBron James in Atlanta ihre Show ab, als sei nichts gewesen. Beim 70. Allstar-Game der Basketball-Profiliga, dessen Austragung im Vorfeld vor allem der Schlüsselspieler von Meister Los Angeles Lakers heftig kritisiert hatte, setzte sich zum vierten Mal nacheinander das Team LeBron durch - auch dank des überragenden Giannis Antetokounmpo hieß es gegen die Auswahl von Kevin Durant 170:

150.

»Ich versuche immer, das richtige Team zusammenzustellen. Das ist mir glücklicherweise vier Jahre lang gelungen«, sagte James. Im aktuellen Format stellen die Spieler mit den meisten Stimmen bei der Allstar-Wahl als Kapitäne ihre Mannschaften zusammen. James’ Gegenüber Durant konnte wegen einer Verletzung nicht spielen.

Die Idee, das Match während der Pandemie und während einer lange geplanten Spielpause für die gestressten Profis zu veranstalten, hatte zahlreichen Stars nicht gefallen. Chefkritiker James sprach von einem »Schlag ins Gesicht«. Er werde beim Spiel »physisch anwesend sein, aber nicht mental«. Kawhi Leonard vom Lokalrivalen LA Clippers meinte: »Wir alle wissen, warum wir spielen. Es geht ums Geld.«

Der NBA-Boss hatte vor dem Spiel Verständnis für die Profis gezeigt. »Es wäre heuchlerisch von mir, wenn ich LeBron sagen würde, er soll über wichtige Dinge reden, aber nicht über die, die gegenüber der Liga kritisch sind«, sagte Adam Silver: »Ich respektiere seine Ansicht.« Es gehe aber um »Themen, an denen wir in der Familie arbeiten können«.

Beim Duell in der State Farm Arena zwischen dem Team LeBron und dem Team Durant waren Fans nicht zugelassen. Keine einfache Situation. »Ich sitze in meinem Hotelzimmer, in Isolation. Meine Familie ist nicht hier, ich bin alleine. Es ist völlig anders als in den vergangenen Jahren«, hatte James vor dem Match erklärt. Auf dem Feld hielt er sich zurück, spielte nur 13 Minuten und erzielte dabei vier Punkte.

»Greek Freak« Antetokounmpo von den Milwaukee Bucks, der eigentlich auch lieber zu Hause geblieben wäre (»Sollten Zeit für unsere Familien haben«), war mit 35 Punkten bester Werfer und wurde zum wertvollsten Spieler (MVP) gekürt. »Es hat Spaß gemacht«, sagte der Grieche, »ich liebe es, mit großartigen Spielern auf dem Platz zu stehen. Das macht es leichter.« Auch Damian Lillard von den Portland Trail Blazers trumpfte mit 32 Punkten groß auf.

Seine herausragende Stellung unter den Dreier-Schützen unterstrich Stephen Curry. Der Guard der Golden State Warriors, der für das Team LeBron 28 Punkte beisteuerte, gewann zum zweiten Mal nach 2015 den Drei-Punkte-Wettbewerb. Im Finale setzte er sich dabei gegen Mike Conley von Utah Jazz durch. »Das hat Spaß gemacht, ich bin froh, dass ich es geschafft habe«, sagte Curry. Den Slam-Dunk-Wettbewerb entschied Portlands Guard Anfernee Simons für sich.

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