Auf dem Weg zur Vertragsunterschrift: Leroy Sané (l.) auf dem Trainingsgelände des FC Bayern. FOTO: DPA
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Auf dem Weg zur Vertragsunterschrift: Leroy Sané (l.) auf dem Trainingsgelände des FC Bayern. FOTO: DPA

Anstrengender Start

  • vonred Redaktion
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Die ersten Stunden von Leroy Sané in München waren für ihn anstrengender als gedacht: Nach seiner Ankunft am Mittwochabend ging es für den 24-Jährigen vom Flughafen Oberpfaffenhofen direkt an die Säbener Straße. Den ersten Teil des obligatorischen Medizinchecks hatte der FC Bayern München bewusst spät veranlasst - bis kurz vor Mitternacht. Nach dem gleichen Muster handelte der Fußball-Rekordmeister auch beim zweiten, der gestern in aller Herrgottsfrühe im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder stattfand. Dadurch sollten die Nebengeräusche des Wechsels so still wie möglich gehalten werden. Immerhin hatte Sané zu diesem Zeitpunkt seinen Fünf-Jahres-Vertrag ja noch nicht unterschrieben.

Die Unterzeichnung erfolgte wenige Stunden später. In Sané, Defensiv-Talent Tanguy Nianzou Kouassi (18) und Torwart Alexander Nübel (23) haben die Münchner also schon vor dem Pokalfinale am Samstag das Transfer-Triple perfekt gemacht - aber das war’s noch nicht! Wie unsere Zeitung erfuhr, wird im Hintergrund bereits weiter fleißig am Kader der neuen Saison gebastelt. Dazu passen die jüngsten Aussagen von Sportvorstand Hasan Salihamidzic: "Die Transferperiode geht bis zum 5. Oktober. Wir sind sehr, sehr gut besetzt in der Verteidigung, aber wir halten die Augen offen für alle Positionen, um unsere Mannschaft in der Breite oder sogar in der Spitze zu verstärken", sagte der 43-Jährige, ergänzte aber: "Wie Sie wissen, sind auch die finanziellen Möglichkeiten in diesen schwierigen Zeiten nicht unendlich, deswegen müssen wir schauen, dass wir sehr kreativ sind."

Kreativität haben der Sportvorstand und seine Scouting-Abteilung beim ablösefreien Transfer von Nianzou definitiv bewiesen. Vereinsintern traut man dem jungen Franzosen eine ähnlich rasante Entwicklung zu, wie es bei Alphonso Davies der Fall war. Nicht umsonst ließ Salihamidzic gestern über seine Social-Media-Kanäle verlauten: "Tanguy ist einer der talentiertesten Spieler seines Jahrgangs. Der FC Bayern hat bereits erfolgreich bewiesen, dass er vielversprechenden Talenten zum Durchbruch verhelfen kann." Trotzdem suchen die Münchner verstärkt nach einem weiteren Spieler für die Rechtsverteidiger-Position und im zentralen Mittelfeld. Während für die rechte Abwehrseite Sergino Dest (19) von Ajax Amsterdam nach wie vor Thema ist, müssen die Verantwortlichen bei der Kaderplanung im Mittelfeld-Zentrum das weitere Vorgehen von Spielern wie Thiago (29), Javi Martinez (31) und Corentin Tolisso (25) abwarten - alle drei hegen Abschiedsgedanken. Beim FC Bayern kann man sich auch gut vorstellen, mit genannten Spielern Tauschgeschäfte einzugehen, wie es jüngst der FC Barcelona und Juventus Turin mit Arthur Melo und Miralem Pjanic vollzogen haben.

MANUEL BONKE/HANNA RAIF

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