Zu früh gejubelt: Primoz Roglic (l.) zieht an Julian Alaphilippe vorbei. FOTO: DPA
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Zu früh gejubelt: Primoz Roglic (l.) zieht an Julian Alaphilippe vorbei. FOTO: DPA

Alaphilippe jubelt zu früh

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(dpa). Julian Alaphilippe nahm beide Hände vom Lenker und jubelte ausgelassen, dann sprintete rechts doch noch Primoz Roglic am Weltmeister vorbei. Der wichtige Ardennen-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich ist am Sonntag mit einem Aufreger in die Radsport-Geschichte eingegangen. Der explosive Alaphilippe hatte im Schlusssprint nach 257 knüppelharten Kilometern eigentlich schon alle Rivalen distanziert, dann jubelte er 25 Meter zu früh und vergeigte noch seinen ersten Sieg in Lüttich.

Die deutschen Starter um den Vorjahresdritten Maximilian Schachmann und Lennard Kämna waren bei der Tempojagd quer durch die Ardennen chancenlos.

Das Radsport-Monument, das als Frühjahrsklassiker eigentlich im April stattfindet, fiel diesmal mit dem Auftakt des Giro d’Italia auf Sizilien zusammen. Die Profis mussten sich entscheiden, ob ihnen die dreiwöchige Italien-Rundfahrt oder die belgischen Klassiker wichtiger sind. Die TV-Sender boten angesichts des proppevollen Sonntags sogar eine Konferenz zwischen beiden Rennen an. Beim Giro eroberte Filippo Ganna beim Auftakt das Rosa Trikot des Führenden, der Deutsche Rick Zabel fuhr völlig überraschend für einen Tag ins Bergtrikot. "Für mich ist es das erste Mal und ich bin sehr glücklich, es zu tragen", sagte der Sohn von Erik Zabel.

Doch die Geschehnisse von Lüttich überlagerten am Sonntag die ersten beiden Giro-Etappen. Weltmeister Alaphilippe, der Schweizer Hirschi sowie das slowenische Duo Roglic und Tour-Sieger Tadej Pogacar hatte sich zwölf Kilometer vor dem Ziel abgesetzt. Alaphilippe zog den Sprint zur richtigen Zeit an und drängte mit einem umstrittenen Manöver Rivale Hirschi ab. Doch statt durchzuziehen, jubelte der Franzose schon ausgelassen, als der Zielstrich noch ein Stück weg war. Alaphilippe wurde später für sein Manöver auf Platz fünf zurückversetzt

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