Am Sonntag bestreitet David Abraham sein letztes Spiel für die Eintracht.		FOTO: DPA
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Am Sonntag bestreitet David Abraham sein letztes Spiel für die Eintracht. FOTO: DPA

Adiós Capitano

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(dpa/lhe). Kapitän David Abraham geht nicht nur mit gemischten Gefühlen von Bord, sondern hinterlässt bei Eintracht Frankfurt als Rechtsverteidiger und Integrationsfigur eine Lücke. »Diese Woche ist sehr emotional. Das letzte Heimspiel in der Bundesliga: Ich kann es noch nicht glauben, dass das Spiel gegen Schalke 04 mein Karriereende sein soll«, sagte der 34 Jahre alte Argentinier vor dem Abschied am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gegen den Tabellenvorletzten aus Gelsenkirchen.

Ursprünglich wollte er schon nach der vergangenen Spielzeit aufhören und in die Heimat zurückkehren. Wegen der Corona-Pandemie hat er aus Dankbarkeit für die Eintracht, bei der Abraham seit 2015 spielt, um sechs Monate verlängert. Der Verein und insbesondere Trainer Adi Hütter hatten erneut versucht, ihn weiter am Main zu halten - doch ohne Erfolg. Die Sehnsucht nach seinem Sohn Alfonso, der in Argentinien bei seiner Mutter lebt und den er seit dessen Geburt 2016 nur wenig gesehen hat, ist zu groß geworden. »Die Zeit, sein Kind heranwachsen zu sehen, lässt sich durch nichts ersetzen«, sagte Abraham.

»Es tut uns weh, aber es freut uns, wenn er mehr Zeit mit seinem Sohn verbringen kann«, sagte Abwehrkollege Martin Hinteregger. Denn der kompromisslose Verteidiger und Führungsspieler war in den Jahren in Frankfurt und auch in der aktuellen Saison eine verlässliche Stammkraft der Eintracht. »Er hat in den vergangenen Jahren mit seinen konstant guten Leistungen einen erheblichen Anteil an der Entwicklung des Clubs, und natürlich werden wir ihn als Menschen sehr vermissen«, hatte Sportvorstand Fredi Bobic bei der Ankündigung des Abschieds betont.

Abraham hat sein Fußball-Glück in Europa bereits bei seiner ersten Station, dem FC Basel, gefunden. Mit den Schweizern wurde er zwischen 2008 und 2012 dreimal Meister und erkämpfte zwei Pokalsiege. Außerdem spielte er mit den Eidgenossen regelmäßig in der Champions League, unter anderem gegen den FC Barcelona mit Lionel Messi. Mit dem mehrfachen »Weltfußballer des Jahres« feierte er 2005 zusammen den Gewinn der U20-WM.

Nach den Jahren in Basel absolvierte Abraham ein kurzes Gastspiel beim spanischen Erstligisten FC Getafe, bevor er im Januar 2013 in die Bundesliga zu 1899 Hoffenheim und zweieinhalb Jahre später nach Frankfurt wechselte. Dort entwickelte sich der sprachbegabte Profi schnell zum Abwehrchef und zu einem wichtigen Ansprechpartner für seine Mitspieler aus aller Welt, mit denen er Spanisch, Deutsch, Italienisch und Englisch parlieren konnte.

Für Abraham, der gegen Schalke aller Voraussicht nach sein 184. und letztes Bundesligaspiel bestreiten wird, ist die Bankenmetropole Frankfurt eine zweite Heimat und die Eintracht ein Club geworden, der ihm ans Herz gewachsen ist. »Bis zur letzten Sekunde gebe ich alles! Einmal Adler immer Adler«, hatte Abraham seinen Fans versichert.

Jovic-Rückkehr zur SGE perfekt

Unterdessen ist die Rückkehr von Torjäger Luka Jovic zu Eintracht Frankfurt perfekt. Wie der Bundesligist am Donnerstag mitteilte, wird der 23 Jahre alte Serbe von Real Madrid bis zum Saisonende ausgeliehen. »Es war sein großer Wunsch, zur Eintracht zurückzukehren«, sagte Frankfurts Sportvorstand Bobic. Jovic soll die Rückennummer neun erhalten.

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