Absage: Der Ironman auf Hawaii wird in diesem Jahr nicht zur Austragung kommen, dafür sollen in der nächsten Saison gleich zwei Triathlon-Weltmeister (hier Patrick Lange 2018) gekürt werden - einer im Februar und einer im Oktober. FOTO: DPA
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Absage: Der Ironman auf Hawaii wird in diesem Jahr nicht zur Austragung kommen, dafür sollen in der nächsten Saison gleich zwei Triathlon-Weltmeister (hier Patrick Lange 2018) gekürt werden - einer im Februar und einer im Oktober. FOTO: DPA

Absage und Doppelpack

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Die Ungewissheit hat ein Ende. Ironman Hawaii 10.10.2020 - gibt’s nicht. Die WM ist verschoben auf Anfang Februar 2021. Das heißt auch: Zwei WM-Titel in einem Jahr. Die Reaktionen schwanken. Denn die Gewissheit bringt neue Fragen. Frodeno stellt eine klare Forderung.

Der nächste Showdown auf dem Ali’i Drive mit den drei deutschen Ironman-Weltmeistern ist vertagt aufs nächste Jahr - aber dann gibt’s ihn gleich im Doppelpack. Nach wochenlangem Rätseln und immer neuen Absagen von Ironman-Rennen auf der ganzen Welt zwang die Corona-Pandemie die Verantwort- lichen nun zum Handeln: Die WM über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen wird am 10. Oktober nicht stattfinden. Neuer Termin: 6. Februar 2021 - und damit acht Monate vor der regulären WM 2021 auf Big Island.

"Das macht es irgendwann ein bisschen albern, einen Februar-Weltmeister und einen Oktober-Weltmeister zu haben", hatte Titelverteidiger Jan Frodeno vor der Bekanntgabe bereits gesagt und eher für eine komplette Absage plädiert.

Kumpel und Konkurrent Sebastian Kienle fand hingegen: "In der Geschichtsschreibung wird das Jahr 2021 fett gedruckt werden." Der 35 Jahre alte Triathlon-Profi hatte mit seinem Sieg 2014 auf Hawaii die deutsche Erfolgsära eingeleitet. Kienle betonte am Freitag: "Es wird zwei würdige Weltmeister geben."

Es ist zumindest die Nachricht, die den Trainingsplänen der Athleten wieder ein Ziel gibt. Damit kann sich auch Frodeno anfreunden: Es sei eine neue Herausforderung - "diese nehme ich an", sagte er. "Als Sportler freut man sich über klare Ziele." Man könne sich einer ganz neuen Rennsaison stellen, betonte auch Patrick Lange via Facebook, der nach den Frodeno-Siegen 2015 und 2016 mit seinen Erfolgen 2017 und 2018 für Furore gesorgt hatte.

Der 33-Jährige aus Bad Wildungen hatte vorher auch schon auf die neuen Herausforderungen bei einer Verlegung hingewiesen. "Sich im kalten europäischen Winter auf ein Hitzerennen vorzubereiten, ist beinahe unmöglich", hatte er gesagt.

Kienle sieht darin kein so großes Problem, auch sonst würden die Athleten auf die Kanaren in ihre Trainingslager im Winter fliegen. "Es ist doch auch interessant zu sehen, wie sich die Vor- und Nachteile weltweit verschieben", meinte Kienle. Und man dürfte nicht vergessen: "Nicht nur die Vorbereitung im deutschen Wintern, sondern auch das Rennen in Kona wird im Februar deutlich kühler." Klimatabellen zufolge liegt die Durchschnittstemperatur im Oktober bei 24,4, im Februar bei 21,9 Grad Celsius.

Ein Problem sprach Frodeno aber noch an: "Eine Topform im Februar und im Oktober zu haben, ist möglich, und auch die Vorbereitung bekommt man hin. Unmöglich ist es allerdings, zwei weitere Male innerhalb von zwölf Monaten in Topform zu sein." Er spielt dabei auf die Qualifikation an und fordert Änderungen.

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