Abraham verschiebt Rente

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Im Schongang hat sich Arthur Abraham die Chance auf seinen 24. WM-Kampf erarbeitet. "70 Prozent haben gereicht", sagte der in Armenien geborene Berliner Profiboxer nach seinem einstimmigen Punktsieg in Erfurt gegen den überforderten Robin Krasniqi. "Das war ein sehr sehenswerter Kampf mit einem klaren Sieger", urteilte der deutsche Verbandspräsident Thomas Pütz.

Im Schongang hat sich Arthur Abraham die Chance auf seinen 24. WM-Kampf erarbeitet. "70 Prozent haben gereicht", sagte der in Armenien geborene Berliner Profiboxer nach seinem einstimmigen Punktsieg in Erfurt gegen den überforderten Robin Krasniqi. "Das war ein sehr sehenswerter Kampf mit einem klaren Sieger", urteilte der deutsche Verbandspräsident Thomas Pütz.

Die WM-Ausscheidung vor 6000 Zuschauern in der ausverkauften Messehalle endete in der Nacht zum Sonntag allerdings im Chaos. Unmittelbar am Ring kam es zu einer kurzen, aber heftigen Schlägerei, bei der Stühle flogen. Darin verwickelt wurde Halbschwergewichtler Karo Murat, der den Kampf in der ersten Reihe verfolgte. Der Profi, der 2013 einen WM-Kampf gegen US-Boxlegende Bernard Hopkins verloren hatte, wurde verletzt und musste an der Lippe genäht werden. Angeblich sollen es polizeibekannte armenische Schläger gewesen sein, die die Keilerei angezettelt haben. Die mit großer Brutalität vorgegangenen Armenier sollen schon öfters in Erfurt aufgefallen sein.

Vorher flogen die Fäuste unter sportlichen Kriterien. Der 37 Jahre alte Abraham, der wahrscheinlich im Herbst wieder um den WBO-Titel boxen wird, warf seine ganze Erfahrung in die Waagschale. Als Spätstarter bekannt, gab er die ersten beiden Runde ab, danach marschierte nur noch er.

In der fünften Runde verzeichnete der Routinier gegen den aufgeregten Krasniqi den ersten Wirkungstreffer. Danach geriet der Kampf, ein sogenannter "WM-Eliminator", zur Bestrafung für den sieben Jahre jüngeren Münchner. Sogar die obligatorische Pressekonferenz war zu viel für den bitter enttäuschten Krasniqi. Er schwänzte. "Ich habe sechs Monate umsonst trainiert – alles vergeblich", hatte er im Ring erklärt.

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