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Das Testspiel gegen St. Etienne sahen 10 000 Zuschauer im Frankfurter Stadion. Zum Bundesliga-Auftakt gegen den FC Augsburg sollen es 25 000 sein.

25 000 Fans sollen es sein

(dpa). Nach den jüngsten Kontroversen um die Zuschauerzahl will Eintracht Frankfurt in der Fußball-Bundesliga mehr Fans einlassen. Nach einem »erfolgreichen Test des Zuschauer- und Hygienekonzepts« wolle man in dieser Woche einen entsprechenden Antrag für den Bundesliga-Start gegen den FC Augsburg stellen. Dies teilte die Eintracht am Mittwoch mit.

Gegen den französischen Club AS Saint-Étienne waren am Samstag 10 000 Zuschauer zugelassen worden, das Kontingent war komplett ausgenutzt worden.

»Auf Grundlage der mit dem Gesundheitsamt Frankfurt für das vergangene Spiel erarbeiteten Lösung lässt sich die Zuschauerzahl, gerade nach den guten Erfahrungen und Auswertungen vom vergangenen Samstag, unserer Überzeugung nach weiter nach oben skalieren«, sagte Vorstandssprecher Axel Hellmann.

Nach einem Beschluss der Chefs der Staats- und Senatskanzleien von Anfang Juli dürfen die Stadien für sportliche Großveranstaltungen künftig wieder zu maximal 50 Prozent ausgelastet werden, die Gesamtzahl der Zuschauer ist aber vorerst bei 25 000 gedeckelt. Grundvoraussetzung für die Zuschauerzulassung ist die Freigabe durch die zuständigen Behörden, dabei werden weiterhin die Inzidenzzahlen berücksichtigt, die meist nicht über 35 liegen dürfen.

Wegen der Zuschauerzahl bei einem Test wäre die Eintracht zuletzt fast vor Gericht gezogen. Auslöser der Debatte war, dass die Sieben-Tage-Inzidenz in der Mainmetropole wieder über 35 gestiegen war. Das Sozialministerium wollte daraufhin die Anzahl der Zuschauer auf 5000 beschränken, zog später allerdings zurück, nachdem sich auch die Stadt Frankfurt auf die Seite der Eintracht stellte. Die Inzidenz pendelt in Frankfurt seit Tagen rund um den wichtigen Wert von 35 (pro 100 000 Menschen in sieben Tagen).

Hauge-Transfer kurz vor dem Abschluss

Eintracht Frankfurt steht nach übereinstimmenden Medienberichten kurz vor der Verpflichtung von Offensivspieler Jens Petter Hauge. Bei dem Wechsel des 21 Jahre alten Norwegers vom AC Mailand zu den Hessen seien nur noch letzte Details zu klären, schrieben »Kicker« und »Bild« am Mittwoch. Demnach soll das offensiv flexibel einsetzbare Talent zunächst ausgeliehen werden, die Eintracht dürfte sich dabei auch eine Kaufoption sichern.

Nach dem Abgang von Top-Stürmer André Silva, der zu Ligarivale RB Leipzig wechselte, muss Sportvorstand Markus Krösche die Offensive des Europa-League-Teilnehmers neu besetzen. In Rafael Borré ist bereits ein neuer Stürmer verpflichtet worden. Noch nicht absehbar ist, ob Flügelspieler Filip Kostic und Kreativakteur Amin Younes für die neue Spielzeit sicher bei der Eintracht bleiben.

Unterdessen wechselt Mittelfeldspieler Rodrigo Zalazar für ein Jahr auf Leihbasis zum Zweitligisten FC Schalke 04. Das teilten beide Vereine am Mittwoch mit. Für den 21-Jährigen hat der Absteiger nach dem Leihjahr eine Kaufoption. In Frankfurt hat der zentrale Mittelfeldspieler Zalazar, der zuletzt an den FC St. Pauli verliehen war, noch einen Vertrag bis 30. Juni 2023.

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