Das 1b-Team muss reichen

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(sid). Hansi Flick hatte für die Reisegruppe aus Düren einen Insider-Tipp parat. "Das Museum ist sehr interessant", sagte der Erfolgscoach von Bayern München, "die Pokale sind immer was ganz Besonderes, die Champions League, der Henkelpott, wie er so schön heißt."

Tatsächlich plant der Fünftligist 1. FC Düren am Rande des ungleichen Erstrundenduells im DFB-Pokal am Donnerstag (20.45 Uhr/Sport1) beim großen FC Ruhmreich auch einen Besuch der Münchner Erlebniswelt. Zumal dem krassen Außenseiter auf dem Platz das eine oder andere Highlight vorenthalten bleiben wird: Flick hat zwar jede Menge Pokale im Schrank - aber nur einen Rumpfkader zur Verfügung.

"Die Nationalspieler, die gespielt haben, werden nicht spielen", sagte Flick am Mittwoch. Das heißt: Die DFB-Stars um Kapitän Manuel Neuer stehen ihm ebenso wenig zur Verfügung wie Robert Lewandowski, David Alaba oder seine Franzosen. Stattdessen plant Flick mit einem 1b-Team um Alexander Nübel im Tor und vier Last-Minute-Zugänge.

Douglas Costa, Eric Maxim Choupo-Moting, Marc Roca und Bouna Sarr "werden zum Einsatz kommen." Von den Nationalspielern ist einzig Niklas Süle "eine Option". Der Verteidiger war beim 3:3 der DFB-Auswahl gegen die Schweiz nicht zum Einsatz gekommen.

Flick dagegen hat vor der "Riesenaufgabe" der nächsten Wochen mit bis zu 18 Pflichtspielen in nicht einmal 70 Tagen bis Weihnachten nur zwei Tage pausiert, "das reicht mir vollkommen". Das Duell mit "David" Düren nehme er "sehr ernst", betonte der 55-Jährige: "Ob das Barcelona ist, Dortmund oder Bielefeld - wir haben auch da den nötigen Respekt." Mit 85 oder 90 Prozent werde es auch gegen einen Fünftligisten nicht reichen.

Zumal ihn die Kader-Problematik vor eine "große Herausforderung" stelle, wie Flick betonte. Die Mannschaft mit U23-Spielern aufzufüllen ist nur bis zu einem gewissen Grad erlaubt, Leroy Sane nach seiner Knieverletzung noch nicht bereit.

Flick setzt deshalb auf die Triple-Helden Thomas Müller, Jerome Boateng und Alphonso Davies sowie Javi Martinez, denen er zuletzt bewusst frei gab: "Ich erwarte, dass sie besonders die Akkus aufgeladen haben." Das wird auch notwendig sein, keine 48 Stunden nach dem Pokalspiel muss Bayern in Bielefeld ran.

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