Playoffs

Steiniger Weg für RSV-Lahn-Dill ins Finale

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Das war knapp: Erst nach dem dritten Spiel im Playoff-Halbfinale ringt Rollstuhlbasketball-Bundesligist RSV Lahn-Dill die Dolphins Trier nieder und steht im Finale gegen die Thuringia Bulls.

Der RSV Lahn-Dill steht in der Playoff-Finalserie um die deutsche Meisterschaft. Der Weg dorthin war jedoch steinig. Im dritten und alles entscheidenden Playoff-Halbfinale konnten sich die Wetzlarer am Sonntagnachmittag vor heimischem Publikum in den Schlussminuten durchsetzen und einen verdienten 78:65 (51:52)-Erfolg über die Doneck Dolphins Trier feiern, die am Samstagnachmittag noch Spiel zwei in Niedergirmes mit 58:55 gewonnen hatten. Auftakt der ebenfalls im Best-of-three-Modus ausgetragenen Finalserie ist am 14. April in Wetzlar. Duell Nummer zwei steigt dann in Elxleben, wo auch ein optionales Spiel drei ausgetragen werden würde. Die nächste sportliche Herausforderung ist jedoch im deutschen Pokal, in dem der RSV Lahn-Dill im Final Four am 7. und 8. April Gastgeber ist.

Spiel 2, RSV Lahn-Dill - Dolphins Trier 55:58 (27:24): Von Beginn suchte der Gast seine Chance, ließ sich dabei auch nicht von einem 4:8 (4.) sowie 6:13-Rückstand (6.) entmutigen und bot dem Gastgeber erfolgreich die Stirn. Dem RSV seinerseits gelang es viel zu selten, sein gefürchtetes Tempospiel aus einer aggressiven Defensive aufzuziehen. Nach dem 24:17 (15.) geriet das RSV-Spiel zum ersten Mal deutlicher ins Stocken, die Folge war ein dünnes 27:24-Polster zur Pause. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich dann ein typischer Playoff-Kampf auf des Messers Schneide. Das 31:34 (26.) konterten Michael Paye und Co. noch einmal zum 43:38 (31.), doch in der Schlussphase agierten die Dolphins aus Trier entschlossener und zielstrebiger, während die Trefferquote des RSV auf schwache 39 Prozent absackte. Dadurch begünstigt, konnte der Ligadritte verdient seinen zweiten Erfolg in Wetzlar in dieser Saison bejubeln und das dritte Spiel der Playoff-Halbfinal-Serie am Sonntag erzwingen. – Lahn-Dill: Brian Bell (21), Thomas Böhme (16/1), Hiroaki Kozai (12), Michael Paye (6), Annabel Breuer, Nico Dreimüller, Jan Haller. – Trier: Diana Dadzite (24), Dirk Passiwan (21/3 Dreier), Mariska Beijer (4), Jack Davey (3), Matthias Heimbach (2), Correy Rossi (2), Ryan Wright (2).

Spiel 3, RSV Lahn-Dill - Dolphins Trier 78:65 (51:52): Bis zur 36. Spielminute stand der Playoff-Kampf im Alles-oder-Nichts-Spiel auf des Messers Schneide. Mal lag der Gast von der Mosel mit 18:14 (9.) oder 32:27 (17.), mal der Hausherr mit 44:36 (24.) oder 55:52 (33.) vorne. Doch nach dem 61:63 drehte der RSV noch einmal mental auf, erzwang förmlich die Entscheidung und sicherte sich schließlich mit einem 17:2-Endspurt den überlebenswichtigen Heimsieg. "Das war eine unglaublich harte Serie, die in den zwei ganz engen Spielen Nummer zwei und drei binnen 21 Stunden gipfelte", war nach der Schlusssirene in der August-Bebel-Sporthalle Headcoach Ralf Neumann glücklich und erleichtert über den entscheidenden zweiten Sieg: "Ich glaube, am Ende waren wir die Frischeren, mental und physisch. So konnten wir den Sieg letztendlich mit einem großen Willen erzwingen, auch wenn wir natürlich viele Fehler gemacht haben". Doch im Gegensatz zum Vorabend, als die Mittelhessen noch mit 55:58 unterlegen waren, war diesmal die Trefferquote wieder dort, wo sie hingehört. Großen Anteil am Finaleinzug des Titelverteidigers hatten dabei nicht nur die beiden Offensivkräfte Hiroaki Kozai mit 31 und Michael Paye mit 26 Punkten, sondern auch der Schweizer Philipp Häfeli. Zwei Tage nach seinem 27. Geburtstag kam der Nationalspieler in der 14. Spielminute auf das Parkett für den in dieser Phase bereits mit drei Fouls belasteten Brian Bell. Nach 13 Einsatzminuten standen wichtige neun Punkte, vier Rebounds und fünf gezogene Fouls auf seinem statistischen Konto. – Lahn-Dill: Kozai (31/1 Dreier), Paye (26/1), Häfeli (9), Bell (7), Böhme (5), Breuer.

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