Es geht um den Heimvorteil

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Das letzte Heimspiel des RSV Lahn-Dill in der Hauptrunde der Rollstuhlbasketball-Bundesliga hat es am Samstag noch einmal in sich. Zum Hessenderby gastiert um 19.30 Uhr der Play-off-Kandidat Rhine River Rhinos aus Wiesbaden in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle.

Das letzte Heimspiel des RSV Lahn-Dill in der Hauptrunde der Rollstuhlbasketball-Bundesliga hat es am Samstag noch einmal in sich. Zum Hessenderby gastiert um 19.30 Uhr der Play-off-Kandidat Rhine River Rhinos aus Wiesbaden in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle.

Am 17. Spieltag dreht sich für das Team aus der hessischen Landeshauptstadt wie auch für die gastgebenden Mittelhessen alles um die Play-offs. Während Michael Paye und Co. das Play-off-Ticket zwar in der Tasche haben, aber mit einem weiteren Heimsieg den Heimvorteil im Halbfinale gegenüber Trier verteidigen wollen, kämpfen die Kurstädter noch um das letzte Ticket überhaupt. Zwei Spieltage vor Ende der RBBL-Hauptrunde hat sich dieses Duell zu einem dramatischen Dreikampf zwischen den punktgleichen Teams aus Hamburg, München und eben Wiesbaden entwickelt.

Um sich die letzte Fahrkarte für die Playoff-Halbfinalserie zu sichern, wäre für die Rhinos aus Wiesbaden ein Erfolg in der Domstadt ein "Big Point". Im sechsten Duell der beiden hessischen Topteams wäre es zudem der erste Erfolg für die Mannschaft von Trainer Marco Hopp, der selbst bereits das Trikot des RSV Lahn-Dill trug. In dieser Spielzeit standen sich die beiden Kontrahenten bereits zweimal gegenüber, zunächst im DRS-Pokal, als der RSV Mitte November in Luxemburg mit 58:49 gewann, dann im Hinspiel nur zwei Wochen später beim 79:56-Erfolg in der Sporthalle Klarenthal. Ungeachtet dessen spielen die Rhinos in ihrem erst zweiten Jahr im Oberhaus eine erneut starke Saison. Vor allem angesichts der Schwierigkeiten im vergangenen Sommer, ist dies insbesondere auf eine abseits des Parketts herausragende Leistung zurückzuführen.

RSV-Head Coach Ralf Neumann und sein Team wollen am Samstagabend dennoch unbedingt den dritten Saisonerfolg gegen die Wiesbadener einfahren. Im Fernduell gegen die Trier Dolphins zählt jeder Punkt, um sich in der bereits feststehenden Halbfinalserie "best-of-three" gegen das Team von der Mosel die bessere Ausgangsposition zu sichern. Die RSV-Defensive, die in den letzten Wochen immer besser zusammengewachsen ist, muss dabei auf ein ganzes Quartett von Rhinos-Angreifern ein Auge haben. Gleich vier Akteure der Gäste aus Wiesbaden scoren im bisherigen Saisonverlauf zweistellig. Der Schweizer Maurice Amacher (10,0 Punkte pro Spiel), der Junioren-Nationalspieler Matthias Güntner (10,2), der US-Amerikaner Tommie Lee Gray (12,5) und allen voran Trainersohn André Hopp (14,5) tragen die schwer ausrechenbare Rhinos-Offensive. Hochwertig komplettiert wird der Kader zum Beispiel durch die ehemalige Nationalspielerin Marina Mohnen oder den Briten James Palmer. Auch Ex-Lahn-Diller Thomas Gundert gehört dem großen Kader der Wiesbadener an.

"Wir wollen aus einer starken Defensive heraus unser Tempospiel aufziehen. Gelingt uns dies ebenso wie ein konzentrierter Abschluss, sind wir sehr zuversichtlich den Zuschauern am Samstag ein tolle Show bieten zu können", gibt auch Trainer Neumann einen Ausblick auf das Hessenderby.

Auf die Lahn-Dill Skywheelers, das Kooperationsteam aus Frankfurt und Wetzlar, wartet unterdessen am Samstag in der 2. Bundesliga Süd Dauerrivale SGK Heidelberg. Um 17:30 Uhr gastieren die Hessen im Sportzentrum Süd beim Tabellenzweiten des Unterhauses. Das Team vom Neckar hat am vergangenen Wochenende das wahrscheinlich entscheidende Duell um den Aufstieg gegen die Roller Bulls Ostbelgien verloren. Die Skywheelers möchten nun die Chance nutzten und den Abstand zum ehemaligen Erstligisten weiter verkürzen.

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