Gefühlswelten in Energie umwandeln

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Am sechsten Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gastiert der RSV Lahn-Dill im hohen Norden bei der BG Baskets Hamburg. Hochball zum Topspiel der Beletage zwischen dem Tabellendritten aus der Hansestadt und dem Rangzweiten aus Mittelhessen ist am Sonntag um 15 Uhr in der edel-optics.de Arena, in der Ende August noch WM-Edelmetall vergeben wurde.

Am sechsten Spieltag der Rollstuhlbasketball-Bundesliga gastiert der RSV Lahn-Dill im hohen Norden bei der BG Baskets Hamburg. Hochball zum Topspiel der Beletage zwischen dem Tabellendritten aus der Hansestadt und dem Rangzweiten aus Mittelhessen ist am Sonntag um 15 Uhr in der edel-optics.de Arena, in der Ende August noch WM-Edelmetall vergeben wurde.

Gut zwei Monate nach Ende der ersten Weltmeisterschaften auf deutschem Boden kehren am Wochenende gleich neun RSV-Spieler an den Ort zurück, wo sie mit ihren Nationalmannschaften im August noch um Medaillen gekämpft haben. Die US-Boys Brian Bell und Michael Paye dürften trotz WM-Silber mit gemischten Gefühlen an die Stelle zurückkehren, an dem für sie eigentlich nur Gold zählen sollte.

Ähnliche Gefühle dürften neben dem deutschen Quintett mit Thomas Böhme, Nico Dreimüller, Jan Gans, Christopher Huber und Kai Möller auch Hiroaki Kozai haben, der mit der japanischen Auswahl die Vorrunde ungeschlagen überstand, um dann im Achtelfinale auszuscheiden. Ganz anders dagegen die Gefühlslage bei Guard Annabel Breuer und RSV-Cheftainerin Janet McLachlan, die in Hamburg mit Bronze dekoriert wurden.

Am Sonntag sollen die RSV-Akteure diese Gefühlswelten in positive Energie umwandeln, denn mit einem Erfolg in der Hansestadt wäre nach Trier der zweite Playoff-Kandidat vom RSV Lahn-Dill auf Distanz gehalten. Doch einfach wird die Aufgabe im Norden ganz und gar nicht, wie ein Blick ins Meisterjahr 2017 beweist. Trotz Titelgewinn am Ende kassierten die Wetzlarer im Frühjahr 2017 gleich zwei knappe Niederlagen an der Elbe.

Seitdem haben die BG Baskets ihr Gesicht jedoch deutlich verändert, ohne ihre sportlichen Ziele aus den Augen zu verlieren. Aktuell rangiert das Team mit nur einer Niederlage aus der Partie in Thüringen, bei der es 30 Minuten quasi auf Augenhöhe mit den Thuringia Bulls operierte, auf Position drei, direkt hinter dem noch ungeschlagenen RSV Lahn-Dill.

Verantwortlich dafür zeichnet ein Kollektiv, das mit gleich fünf Spielern durchschnittlich zweistellig punktet. Allen voran der Japaner Reo Fujimoto, der mit 23,0 Punkten pro Partie zu den Top-Angreifern der Liga zählt. Das internationale Ensemble wird offensiv komplettiert durch den US-Amerikaner Ryan Neiswender (12,0), den Russen Vasily Kochetkov (11,6), den Iraner Alireza Ahmadi (11,2) und den Israeli Asael Yona Shabo (11,0). Mit dem Polen Marcin Balcerowski, den deutschen Nationalspielerinnen Mareike Miller und Anne Patzwald sowie dem zweiten US-Boy Derek Hoot, hat Trainer Holger Glinicki weiteres Personal zur Verfügung, das es jedem Gegner extrem schwer machen kann.

Cheftrainerin Janet McLachlan und ihre beiden Co-Trainer Günther Mayer und Björn Lohmann haben also in der Vorbereitung auf die sportliche Prüfung an der Elbe ebenso viel zu tun wie am Sonntag im Duell gegen die BG Baskets Hamburg. Hoch motiviert dürfte dabei vor allem das RSV-Trio Philipp Häfeli, Hiroaki Kozai und Kai Möller an den Start gehen, die allesamt einst das Trikot der Hanseaten trugen.

Samstag: BSC Rollers Zwickau – Hannover United, RBB München Iguanas – Doneck Dolphins Trier, RSB Thuringia Bulls – Roller Bulls Ostbelgien, Köln 99ers – Rhine River Rhinos Wiesbaden. – So.: BG Baskets Hamburg – RSV Lahn-Dill

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