Böhme spielt Albacete schwindelig

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Der RSV Lahn-Dill hat sich auf europäischer Ebene erneut Bronze gesichert und im Final Four der IWBF Champions League das Spiel um Platz drei gewonnen. Der 81:64 (17:22/43:39/60:53)-Erfolg über den spanischen Vertreter BSR Amiab Albacete war dabei zugleich der 100. Erfolg des mittelhessischen Rollstuhl-Basketball-Bundesligisten auf der internationalen Bühne. Maßgeblichen Anteil an diesem verdienten Erfolg in der Zdrój-Arena von Walbrzych hatte Thomas Böhme, der am Ende auch unfassbare 40 Punkte kam.

Der RSV Lahn-Dill hat sich auf europäischer Ebene erneut Bronze gesichert und im Final Four der IWBF Champions League das Spiel um Platz drei gewonnen. Der 81:64 (17:22/43:39/60:53)-Erfolg über den spanischen Vertreter BSR Amiab Albacete war dabei zugleich der 100. Erfolg des mittelhessischen Rollstuhl-Basketball-Bundesligisten auf der internationalen Bühne. Maßgeblichen Anteil an diesem verdienten Erfolg in der Zdrój-Arena von Walbrzych hatte Thomas Böhme, der am Ende auch unfassbare 40 Punkte kam.

Zunächst merkte man den Wetzlarern jedoch an, dass sie ein paar Minuten benötigten, um die bittere Pleite des Vortags, die 49:78-Niederlage im Halbfinale gegen die Thuringia Bulls, aus den Knochen, aber vor allem aus den Köpfen zu bekommen. Zwar kam der sechsmalige Champions League Sieger mit 6:2 (2.) gut aus den Startlöchern, doch in der Folge trumpfte zunächst Albacete auf. Vor allem der mexikanische Center Ernesto Castro war in dieser Phase für den RSV kaum zu verteidigen, da es zunächst vor allem darum ging, den britischen Hünen Lee Maning aus der Gefahrenzone zu bekommen. Castro nutzte die sich ihm bietenden Freiräume eiskalt und sorgte so schnell für ein 24:19 (11.) für seine Farben.

Bis zum 28:22 (13.) hielt der Vorsprung der Spanier, die dann jedoch eine mentale Trotzreaktion der Mannschaft von Cheftrainerin Janet McLachlan zu spüren bekamen. Bereits zur Pause schoss sich vor allem Thomas Böhme warm, der auch durch einen Dreier zum 37:34 (17.) zur Halbzeit bereits starke 21 Punkte auf seinem Konto hatte und nach dem Seitenwechsel nahtlos daran anknüpfte. Immer wieder suchte er entweder selbst den Weg zum Korb oder wurde von seinen Mitspielern bestens in Szene gesetzt. Der RSV-Express rollte nun mit hohem Tempo durch die Zdrój-Arena.

Dan Highcock, britischer Weltmeister in Diensten der Spanier, konnte im dritten Viertel zwar noch einmal zum 43:43 (22.) ausgleichen, doch die Mittelhessen waren längst mental obenauf und enteilten schnell auf 53:45 (26.). Und diese Dominanz nahm von Minute zu Minute weiter zu, als im vierten und letzten Spielabschnitt Albacete lange 6:28 Minuten kein Korberfolg gelang. Kyle Marsh erlöste die Spanier, doch beim 72:56 (37.) war die Partie längst entschieden und der RSV Lahn-Dill durfte am Ende über einen verdienten Jubiläumssieg jubeln.

Maßgeblichen Anteil daran hatte mit 40 Punkten natürlich Nationalspieler Böhme, der sich zudem 13 Rebounds angelte und so ein Double-Double auflegen konnte. Gegenüber dieser Ausbeute wirkten die ebenfalls starken 21 Zähler und zehn Rebounds von Brian Bell schon fast nebensächlich, doch auch dem US-Nationalspieler merkte man an, dass er gewillt war, seinen Teil zur Rehabilitation beizutragen.

Den Titel holten sich anschließend die Thuringia Bulls durch einen hauchdünnen 71:69-Erfolg gegen CD Ilunion Madrid.

Albacete: Ernestro Castro (14), Lee Maning (14), Ghazian Choudhry (13/1 Dreier), Kyle Marsh (10/2), Dan Highcock (8), Carlos Esteche (4), Jhon Hernandez (1), Luis Cristen, Frank de Jong, Lourdes Ortega.

Lahn-Dill: Thomas Böhme (40/2), Brian Bell (21), Philipp Häfeli (11), Hiroaki Kozai (7/1), Nico Dreimüller (2), Annabel Breuer, Christopher Huber, Michael Paye, Jan Gans (n.e.), Marian Kind (n.e.), Kai Möller (n.e.).

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