Bell, Paye und Böhme brillieren

  • schließen

Der bisher in der Liga ungeschlagene RSV Lahn-Dill behält auch nach dem siebten Spieltag in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga seine weiße Weste. Am späten Samstagnachmittag schlug der 13-fache deutsche Meister in eigener Halle die Roller Bulls Ostbelgien klar und verdient mit 90:36 (21:10/41:21/68:32). Brian Bell, Thomas Böhme und Michael Paye glänzten dabei mit einem "Double-Double" in der Statistik.

Der bisher in der Liga ungeschlagene RSV Lahn-Dill behält auch nach dem siebten Spieltag in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga seine weiße Weste. Am späten Samstagnachmittag schlug der 13-fache deutsche Meister in eigener Halle die Roller Bulls Ostbelgien klar und verdient mit 90:36 (21:10/41:21/68:32). Brian Bell, Thomas Böhme und Michael Paye glänzten dabei mit einem "Double-Double" in der Statistik.

Zwar spielte der Aufsteiger in den ersten Minuten der Partie vor rund 950 Zuschauern in der Wetzlarer August-Bebel-Sporthalle munter mit und lag nach sechs Spielminuten nur 8:9 im Hintertreffen, doch von einer befürchteten Verunsicherung durch das schwebende sportjuristische Verfahren im DRS-Pokal war weit und breit beim Gastgeber nichts zu sehen. Die Mannschaft des Trainergespanns Janet McLachlan und Günther Mayer trat selbstbewusst und entschlossen auf, baute die Führung durch drei Korberfolge in Serie von Jan Gans schnell auf 19:8 (9.) aus und kontrollierte das Erstligaduell klar.

Über 31:14 (15.) und 39:19 (19.) war die Partie zur Halbzeit bereits vorentschieden, in die der Gastgeber mit einem satten Vorsprung von 20 Punkten ging. Vor allem Center Jan Gans war mit 16 Zählern bis zur Pause von den Gästen nicht zu kontrollieren, und auch das Trio Bell, Böhme und Paye brillierte immer wieder. Am Ende kamen der US-Center und der deutschen Nationalspieler auf jeweils 21 Punkte und elf bzw. zehn Rebounds sowie Kapitän Paye auf 13 Punkte und stolze zehn Assists.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Hausherren vor eigenem Publikum noch einmal die Schlagzahl in der Verteidigung und zogen die Schlinge um die Offensive der Bulls immer enger. Viele Ballgewinne und dadurch eingeleitete Fastbreaks waren das Resultat im dritten Spielviertel, das der RSV Lahn-Dill mit 27:11 für sich entschied und so zehn Minuten vor dem Ende bereits mit 68:32 uneinholbar führte. Dadurch bedingt geriet das abschließende vierte Viertel zu einem Schaulaufen, das Nationalspieler Nico Dreimüller 39 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier zum 90:36-Endstand abschloss.

Vor allem dank einer starken Defensive, die Nazif Comor als den zweitbesten Schützen der Belgier komplett abmeldete, gaben die Wetzlarer die Kontrolle der Partie über 40 Minuten nicht aus der Hand. Auf der Seite der belgischen Gäste avancierte Philippe Minten mit neun Punkten zum Topscorer, während Roller Bulls Trainer Stefan Veithen mit Lorenzo Botterberg auf seine gefährlichste Offensivwaffe verletzungsbedingt verzichten musste.

Für beide Seiten war die Partie des siebten Spieltages dabei eine Generalprobe für die bevorstehende jeweils richtungsweisende Begegnung am Wochenende. Während das Team aus den Ardennen im direkten Abstiegsduell auf die Rhine River Rhinos aus Wiesbaden trifft, erwartet der RSV Lahn-Dill am Samstagabend zum Duell zwischen Pokalsieger und Meister die ebenfalls bisher ungeschlagenen RSB Thuringia Bulls in der August-Bebel-Halle.

Lahn-Dill: Brian Bell (21), Thomas Böhme (21), Jan Gans (17), Michael Paye (13/2 Dreier), Philipp Häfeli (7), Hiroaki Kozai (5), Nico Dreimüller (3/1), Kai Möller (3), Annabel Breuer, Christopher Huber, Marian Kind (n.e.).

Roller Bulls: Philippe Minten (9), Bart Nulens (8), Mounir Moujoud (4), David Offermann (4), Jamaa Saadi (4), Terence Edja Wato (3), Juan Bernal (2), Robby Hulsmans (2), Quoc Binh, Nazif Comor, Stefan Veithen (n.e.).

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare