Bell gibt beim RSV den Ton an

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Nach zuletzt zwei Niederlagen ist Titelverteidiger RSV Lahn-Dill eindrucksvoll aus seinem Leistungstief zurückgekommen und hat einen begeisternden Heimsieg über den bisherigen Tabellenzweiten BSC Rollers Zwickau gefeiert. Am Ende jubelten 900 Fans und die Mannschaft gemeinsam über einen 81:42 (14:15/35:25/61:31)-Kantersieg gegen die Sachsen. Die Mittelhessen zeigten dagegen vor allem in der zweiten Halbzeit, dass der dreizehnfache Meister noch lange nicht abgeschrieben werden darf.

Nach zuletzt zwei Niederlagen ist Titelverteidiger RSV Lahn-Dill eindrucksvoll aus seinem Leistungstief zurückgekommen und hat einen begeisternden Heimsieg über den bisherigen Tabellenzweiten BSC Rollers Zwickau gefeiert. Am Ende jubelten 900 Fans und die Mannschaft gemeinsam über einen 81:42 (14:15/35:25/61:31)-Kantersieg gegen die Sachsen. Die Mittelhessen zeigten dagegen vor allem in der zweiten Halbzeit, dass der dreizehnfache Meister noch lange nicht abgeschrieben werden darf.

Nach den Pleiten gegen Trier und zuletzt in München war die Mannschaft gefordert. "Wir haben uns sehr, sehr viel vorgenommen für dieses Spiel und dies konnten wir mit zunehmender Spielzeit immer besser umsetzen", so ein erleichterter RSV-Trainer Ralf Neumann nach dem Erfolg, der seine Handschrift trug.

Schnell führte der Hausherr mit 12:4 (5.), durch je vier Punkte von Kapitän Paye und Neuzugang Hiroaki Kozai. Vor allem der Japaner, der sofort in der Startformation der Mittelhessen stand, verhalf dem Team zu viel Tempo und Ballfluss. Doch auch der 54-jährige Headcoach der Wetzlarer bemerkte, dass zu Beginn noch lange nicht alles Gold war, was glänzte. In den verbleibenden Minuten des Auftaktviertels ließ der RSV trotz gutem Kombinationsspiels erneut viele Chancen leichtfertig liegen. Das Ergebnis war der 12:13-Konter (9.) der Sachsen durch Karlis Gabranovs und Edgaras Ciaplinskas – und das Wiederaufbrechen der Verunsicherung des Teams in den letzten Tagen und Wochen.

Doch diesmal war der mentale Wille des RSV-Kollektivs einfach zu stark, um erneut einzubrechen. Zwar ging das erste Viertel hauchdünn an den Gast, und in der zwölften Spielminute hieß es erneut 16:17, jedoch kam der RSV-Express nun Minute für Minute besser in Fahrt. Sechs Punkte des überragenden Brian Bell, der in Kombination mit Hiroaki Kozai erst sein unfassbares Tempo voll ausspielen konnte, sorgten zunächst für das 23:19 (16.), ehe fünf Punkte binnen 38 Sekunden durch Junioren-Weltmeister Nico Dreimüller das 32:23 (19.) sicherstellen konnte.

Die stärkste Phase des RSV sollte aber erst nach dem Seitenwechsel kommen. Mit einem immer stärker werdenden Druck aus der Defensive heraus zogen die Wetzlarer ein Tempospiel auf, das in dieser Saison bisher noch nicht zu sehen war, aber genau die taktische Marschroute ist, die Trainer Neumann von seiner Mannschaft umgesetzt sehen wollte. Einem 12:0-Lauf zum 47:25 (25.), folgte so eine weitere 10:0-Serie zum 57:26 (27.).

Stärkste Akteure in dieser Phase wie auch im gesamten Spiel waren neben Bell vor allem Thomas Böhme und Michael Paye, die mit einem extrem schnellen Umschaltspiel glänzten. Bell kam am Ende auf starke 22 Punkte, sensationelle 20 Rebounds und legte mit sechs Assists auch noch seinen Teamkollegen gut auf. "Die Leistung von Brian hat mir besonders imponiert, der an der Seite mit Hiro Kozai, der das Spiel fantastisch lesen kann, erst richtig aufblühen konnte", so Neumann. Am Ende gewann der RSV Lahn-Dill dieses dritte Spielviertel mit 26:6 und ließ dabei erst in der 28. Spielminute durch Gabranovs den ersten und einzigen Feldkorb in diesem Spielabschnitt zu. Spätestens nach dem nächsten 10:0-Lauf zu Beginn des vierten Abschnitts zum 71:31 (34.) war klar, dass Zwickau bei der deftigen Klatsche auch Opfer des Frusts der Mittelhessen wurde.

Lahn-Dill: Bell (22), Böhme (17), Paye (14), Dreimüller (5), Breuer (4), Haller (4), Köhler (4), Huber (1), Häfeli, Kind, Schell (beide n.e.).

Zwickau: Gans (12), Pohlmann (11), Gabranovs (8), Ciaplinskas (7), Gehse (4/1 Dreier), Kenyon, Oehme, Schaffer.

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