+
Heidrun Neidel, deutsche Meisterin der Ak 70 im Bahngehen über 3000 m. FOTO: NAL

Zweimal Gold

(nal). So etwas gibt es auch nur einmal. Eine Goldmedaille gewonnen - und zwei erhalten. Heidrun Neidel (TSG Leihgestern) schaffte dieses ungewöhnliche Kunststück bei den deutschen Hallenmeisterschaften in Erfurt. Über 3000 m Bahngehen siegte Neidel in der Altersklasse 70 - und erhielt bei der Siegerehrung nachträglich noch ihre Goldmedaille von den Europameisterschaften 2019, die sie über 20 Kilometer Gehen errungen hatte. Mit Gold bei der EM 2020 wird es dagegen nichts, denn die EM wurde abgesagt.

Insgesamt 53 Geher waren in Erfurt bei den nationalen Meisterschaften am Start. Neidel siegte in 23:20,91 Minuten. Insgesamt hatten sich an den Seniorenwettbewerben 1156 Athleten aus 593 Vereinen beteiligt. Für Neidel war dies bereits nach den Siegen bei den hessischen und den brandenburgischen Meisterschaften der dritte Titel in diesem Jahr.

Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) nutzte die Siegerehrung in Erfurt und reichte Neidel die Goldmedaille von den Europameisterschaften in Venicien 2019 nach. Damals hatte Neidel zwar die Goldmedaille bei der Siegerehrung umgehängt bekommen, musste diese aber nach dem Pressefoto wieder zurückgeben, weil der Veranstalter zu wenig Medaillen organisiert hatte. Nun hat Neidel ihr Edelmetall wieder.

Mit der nächsten Gold- medaille wird es jedoch erst einmal nichts, die ursprünglich vom 15. bis 21. März geplante Senioren-Hallen-EM wurde verschoben. Sie soll jetzt vom 10. bis 17. Januar 2021 ausgetragen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare