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Zwei Tennistalente, die »gerne ballern«

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Alena Sättler und Silvia Ambrosio (r.) auf ihrer heimischen Anlage vom TC RW Gießen im Gespräch mit Redakteur Sven Nordmann.	(hf)
Alena Sättler und Silvia Ambrosio (r.) auf ihrer heimischen Anlage vom TC RW Gießen im Gespräch mit Redakteur Sven Nordmann. (hf) © Harald Friedrich

Sie zählen zu den talentiertesten Tennisspielerinnen der Region: Während die Gießenerin Silvia Ambrosio bereits College-Tennis in den USA spielte, will Alena Sättler aus Beuern genau dorthin. Im Interview sprechen die jungen Frauen von RW Gießen über den Reiz der USA, den Traum, Profi zu sein, und ihre Zukunftspläne.

Zwei junge Frauen strahlen: »Ganz egal wie es steht, Alena hat immer ein Lächeln im Gesicht«, meint Silvia Ambrosio, die über sich selbst sagt: »Auf dem Platz bin ich ein Spielkind.« Alena Sättler, 18, und Silvia Ambrosio, 19, sind die beiden Jüngsten im Damen-Team von RW Gießen. In der Verbandsliga können sie im Heimspiel am Sonntag (9 Uhr, gegen RW Bad Nauheim) den Klassenerhalt sichern. Ein Wochenende für den Sport – das kennen beide. Seit sie zehn Jahre alt sind, trainieren beide mehrmals wöchentlich, besuchen immer wieder Turniere. Das Wochenende gehört in aller Regel dem Sport. »Ich könnte mir nicht vorstellen, mehrere Wochen ohne Tennis zu verbringen«, sagt Silvia Ambrosio (LK1). »Während der Abi-Zeit hatte ich sehr viel Stress. Dann kam ich auf den Tennisplatz und es war der Platz, wo die Außenwelt nicht mehr da war.« Auch ihre Teamkollegin Alena Sättler (LK9) meint: »Wirklich aufzugeben und aufzuhören, konnte ich mir nie wirklich vorstellen. Weil es ein Teil von einem ist.«

Hatten Sie je das Gefühl, dass Ihnen dadurch andere Dinge in der Jugend fehlen?

Ambrosio: Früher war das bei mir so, wenn meine Freunde am Wochenende auf Geburtstage gegangen sind oder es etwas zu feiern gab. Aber wenn ich heute daran zurückdenke, sehe ich das überhaupt nicht so. Ich denke nicht, dass ich viel verpasst habe. Im Gegenteil: Dank Tennis habe ich viel mehr dazugelernt. Auf dem Platz muss man ein fairer Spieler sein. Du lernst zu verlieren, dass nicht immer alles läuft. Besonders im Tennis geht es schnell hoch und runter. Ich kann Sachen einsehen – dank Tennis.

Sättler: Früher habe ich das viel stärker so wahrgenommen, dass ich am Wochenende nicht weggehen kann, weil ich eben am nächsten Tag ein Turnier habe. Aber ich bin heute froh darum, dass meine Eltern mir immer wieder gesagt haben: Heute nicht, dafür nächste Woche.

Warum?

Sättler: Weil es nicht immer nur gut laufen kann. Man sollte den Glauben an sich selbst nicht verlieren. Manchmal braucht man einfach einen Pusher. Man kann nicht immer alles alleine schaffen.

Hatten Sie auch den Traum, Tennisprofi zu werden?

Sättler: Als Kind habe ich immer gedacht, dass ich später mal in Wimbledon spiele.

Ambrosio: Ich wollte immer Roland Garros spielen. (beide lachen)

Sättler: Wenn man älter wird, muss man das realistischer betrachten. Das College-Tennis in den USA ist eine gute Möglichkeit, um zu schauen: Wie weit kommst du wirklich, wenn du jeden Tag gefordert wirst?

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Das komplette Interview lesen Sie in der Samstag-Ausgabe der Gießener Allgemeinen Zeitung.

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