Zwei Matchbälle

  • VonAndreas Joneck
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(aj). Im ersten Playoff-Halbfinalspiel unterstrich der RSV Lahn-Dill am Samsta in Hannover sein sportliches Ziel, in die Finalserie einzuziehen. Von Beginn an dominierte der Gast aus Mittelhessen die Partie beim Rollstuhlbasketball-Bundesliga-Hauptrundenvierten Hannover United und feierte am Ende einen klaren 66:30-Erfolg (14:4/37:16/50:25) an der Leine.

Damit liegt der 13-fache Meister mit 1:0 in der »Best-of-three«-Serie in Front und kann in Spiel zwei am Samstag in der Rittal Arena Wetzlar bereits vorzeitig den Sack zu machen.

Die Grundlage zum Auswärtssieg legte wieder einmal die bärenstarke Defensive der hessischen Gäste. Sie war es, die die United-Offensive über die gesamte Spielzeit vor immense Probleme stellte und den Gastgebern kaum einfache oder freie Würfe erlaubte. So sah es nach 40 Spielminuten auch RSV-Cheftrainerin Janet Zeltinger: »Wir wollten von Beginn an das Heft in die Hand nehmen, um Hannover gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Vor allem in der Defensive habe wir dabei einen sehr guten Job gemacht, dies hat heute den Unterschied ausgemacht.«

United-Center Matthias Güntner war es, der zu Beginn mit zwei schnellen Körben noch das 4:2 (2.) für seine Farben markieren konnte, ehe sich ihm und seinen Kollegen immer weniger Entfaltungsmöglichkeiten boten. Auf der Gegenseite war es in dieser Anfangsphase vor allem das Trio Bell, Böhme und Serio, das die Weichen immer stärker zugunsten der konzentriert wirkenden Gäste stellte. Den Rückstand glich zunächst Serio aus, ehe Böhme und Bell daraus fast im Alleingang das 14:4 (10.) machten. Über sieben Spielminuten lang blieb dem Gastgeber im zweiten Viertel lediglich ein Feldkorb durch den Ex-Wetzlarer Jan Haller vergönnt, während beim RSV nun die eingewechselten Ian Sagar und Michael Auprince für das 35:11 (18.) sorgten.

So war in diesem ersten Playoff-Halbfinale bereits beim 37:16-Seitenwechsel eine Vorentscheidung gefallen, die sich die Mannschaft von Janet Zeltinger und ihres Co-Trainers Günther Mayer auch in Durchgang zwei nicht mehr nehmen ließ. Vier Punkte von Topscorer Böhme, zwei weitere Zähler seines Nationalmannschaftskollegen Christopher Huber und ein Dreier von US-Paralympicssieger Brian Bell zum 46:18 (24.) beendeten alle Hannoveraner Hoffnungen auf eine Wende nach der Pause in nur wenigen Spielminuten. Und was in der an diesem Tag nicht in allen Szenen überzeugenden RSV-Offensive einmal liegen blieb, machte der Gast mit seiner ebenso konsequenten wie aggressiven Verteidigung wett. So gelangen den Niedersachsen nach dem Seitenwechsel bis zum 64:26 (38.) lediglich vier Feldkörbe. Indes setzten sich die Thuringia Bulls in Rahden mit einem 62:49 durch. - Hannover: Sadler (8), Haller (7), Jantz (7/1 Dreier), Güntner (5), Budde (3), Erskine, Hell, Gößling. / Lahn-Dill: Böhme (25), Bell (19/1), Sagar (10), Serio (8), Auprince (2), Huber (2), Beissert, Breuer, Brown, Mizan, Mosler, Weiß.

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