HSG Dutenhofen/Münchholzhausen vor der neuen Saison in der Handball-Bundesliga der U 19 (hinten, v. l.): Mika Deutsch, Leon Frenko, Paul Geffert, Ole Gast, Leon Boczkowski; Mitte (v. l.): Trainer Ennadij Chalepo, Lennart Müller, Romeo Rehab, Fynn Münster, Justus Weimer, Trainer Andreas Klimpke; vorn (v.l.). David Hofmann, Jordi Schäffer, Lorenz Rinn, Florentin Datz, Maximilian Jakob, Finn Steinmüller, Luis Jung. Es fehlt: Lennart Großkopf. FOTO: GÜMBEL
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HSG Dutenhofen/Münchholzhausen vor der neuen Saison in der Handball-Bundesliga der U 19 (hinten, v. l.): Mika Deutsch, Leon Frenko, Paul Geffert, Ole Gast, Leon Boczkowski; Mitte (v. l.): Trainer Ennadij Chalepo, Lennart Müller, Romeo Rehab, Fynn Münster, Justus Weimer, Trainer Andreas Klimpke; vorn (v.l.). David Hofmann, Jordi Schäffer, Lorenz Rinn, Florentin Datz, Maximilian Jakob, Finn Steinmüller, Luis Jung. Es fehlt: Lennart Großkopf. FOTO: GÜMBEL

Zurück in die Zukunft

  • Daniela Pieth
    vonDaniela Pieth
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(pie). Zurück in die Zukunft könnte der Slogan für das Ausgliedern der Jugendmannschaften bei Handball-Bundesligist HSG Wetzlar lauten. Unter dem neuen "alten" Namen HSG Dutenhofen/Münchholzhausen geht die U 19 der Grün-Weißen in der Jugendhandball-Bundesliga an den Start. Aber auch auf der Kommandobrücke gab es einen Wechsel. Nachdem Trainer Thomas Weber und sein Co Kai Nober nach sechs Jahren den Verein verlassen haben, übernehmen Andreas Klimpke und Gennadij Chalepo das Steuerrad. Beide standen früher selbst für die HSG Wetzlar auf der Platte und peilen mit ihren Jungs in der Vorrunde den vierten Tabellenplatz an. Dieser würde nicht nur die Qualifikation zur diesjährigen Meisterrunde bedeuten, sondern auch im nächsten Jahr die Teilnahme an der Jugend-Bundesliga sichern. Am Sonntag erwartet die HSG um 15 Uhr die HSG Hanau in der Sporthalle Dutenhofen und vor allem Klimpke fiebert dem Start entgegen. Der einstige Abwehrspezialist hat als Coach einige Zeit Pause gemacht und nahm uns mit auf seine Reise zurück in die Halle.

Die Vorbereitung:Seit dem 1. Juli befindet sich die HSG in der Vorbereitung, wobei im ersten Teil Krafttraining und Ausdauer im Vordergrund standen. "Vorher haben die Jungs nach unseren Vorgaben individuell gearbeitet, weil wir kein Risiko eingehen wollten", erklärte Klimpke. Den späten Trainingsstart hat man in Wetzlar bewusst gewählt, da man aufgrund der coronabedingten Situation unter anderem abwarten wollte, ob und wann es mit der Runde losgehen kann. "Wenn man am 1. Juli loslegt und die Saison startet erst Ende September, dann hat man mehr wie genug Zeit, sich vorzubereiten."

Ein großes Manko ist allerdings das Fehlen von Spielpraxis, da es schwierig war, Testspielgegner zu finden. Der Vergleich mit dem TV 05/07 Hüttenberg zeigte den Coaches die Defizite ihrer Mannschaft auf, "aber grundsätzlich sind wir mit der Vorbereitung zufrieden", meinte Klimpke.

Der Spielbetrieb:Das Training ist die eine Seite im Sport, der Wettkampf etwas ganz anderes. "Es ist unabdingbar, dass die Jungs schnellstmöglich in den normalen Spielbetrieb gehen können, um das Trainierte umzusetzen", drängt Klimpke auf den Saisonstart. Es ist schon ein geflügeltes Wort, dass es genug Trainingsweltmeister gibt, sich aber erst im Spiel zeigt, was ein Spieler tatsächlich umsetzen und leisten kann. "Von daher ist der Spielbetrieb natürlich enorm wichtig!" Trotzdem sieht er es als großen Vorteil an, die erneute Qualifikation zur Jugend-Bundesliga bereits frühzeitig erreicht zu haben. Klimpke war sehr froh, dass seiner Mannschaft eine Zitterpartie erspart blieb. Denn im Wartestand und nach einer darauffolgenden schwierigen Vorbereitung Qualifikationsspiele bestreiten zu müssen, war für die betroffenen Vereine sicher kein Zuckerschlecken.

Die Staffel West:"Das ist für uns sicherlich eine Herausforderung", sagt Klimpke mit Blick auf die Konkurrenz. Mit der MJSG Melsungen/Körle/Guxhagen, dem TSV Bayer Dormagen und dem VfL Gummersbach sind die drei anderen Mannschaften erneut in der Staffel, die in der letzten Saison, zusammen mit den Wetzlarern, in die Meisterrunde eingezogen waren. "Die gehören auch hinten raus zum engsten Kreis, wenn es um die Meisterschaft geht. Das ist schon sehr anspruchsvoll." Nichtsdestotrotz sieht er mit Blick auf die restlichen Mannschaften seine eigene in einer guten Position, sich unter den ersten vier Plätzen einzureihen.

Der Kader:Mit Ole Klimpke, Jan Waldgenbach, Lüco Fischer und Kevin Kunzendorf hat die HSG vier tragende Säulen aus Altersgründen verloren. Aufgerückt sind dafür Spieler aus der zweiten A-Jugend-Mannschaft und der B-Jugend. "Wir glauben, dass die Ziele, die wir uns vorgenommen haben, mit dieser Mannschaft funktionieren", so Klimpke, der ausdrücklich das Engagement seiner Truppe lobt.

Dennoch bleibt abzuwarten, wie schnell sich die junge Generation an die Anforderungen der Bundesliga gewöhnt und inwieweit der ältere Jahrgang seinen Erfahrungsvorsprung weitergeben und in die Waagschale werfen kann.

Aufgebot / Tor: Lorenz Rinn, Maximilian Jakob. - Rückraum: Lennart Müller, Luis Jung, Leon Frenko, Fynn Münster, Paul Geffert, Florentin Datz, Lennart Großkopf, Romeo Rejab. - Kreis: Ole Gast, Justus Weimer. - Außen: Fynn Steinmüller, Mika Deutsch, David Hofmann, Jordi Schäffer. - Trainer: Chalepo/Klimpke.

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