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Zum Kehraus ein Derby

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Von: Peter Froese

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(fro). Mit dem Fußball-Hessenliga-Derby gegen den SC Waldgirmes endet heute (15 Uhr) für den FSV Fernwald eine bewegte, aber unter dem Strich positive Saison 2021/22.

Beide hatten bereits zur Winterpause den Klassenerhalt in trockene Tücher gepackt und können der neuen Spielzeit aufgrund der mehrmonatigen Planungssicherheit gelassen ins Auge schauen. Die Elf von FSV-Trainer Daniyel Bulut hatte ihre letzte Partie beim TuS Dietkirchen mit Blick auf die bereits Ende Juli beginnende Spielzeit 2022/23 vorverlegt.

Das vor allem aufgrund des deutlichen Spielverlaufs überraschende 4:6-Halbfinal-Aus im SWG-Pokal beim FC Turabdin/Babylon trägt ein Übriges dazu bei, dass sich Louis Goncalves und Co. bereits vorzeitig in die Sommerpause verabschieden können. Für den SCW mit ihrem Trainer Mario Schappert steht eine Woche später noch das Liga-Heimspiel gegen den 1. FC Erlensee auf dem Programm, ehe zum Saisonkehraus der Lahnauer das Wetzlarer Kreispokalfinale am 1. Juni bei der SG Ehringshausen/Dillheim wartet.

»Jammern über die Pokal-Niederlage hilft nichts. Das Derby kommt zur rechten Zeit, denn wir haben Gelegenheit, uns hier mit einem ansprechenden Ergebnis zu rehabilitieren. Man kann zwar gegen TuBa verlieren, aber es darf nicht so ausarten. Auch wenn es am Ende ›nur‹ 4:6 stand, muss man ansprechen, dass wir zwischenzeitlich 1:6 zurückgelegen haben«, blickt Bulut kritisch zurück.

Trainerkollege Schappert konnte zwar zuletzt mit seiner Elf einen 4:0-Erfolg gegen den SV Neuhof feiern, reist nach der 2:4-Hinrundenniederlage aber ebenfalls mit dem Gedanken auf Wiedergutmachung an. Vor allem für die beiden Ex-FSV-Akteure Kian Golafra, der sich über seine Gelb-Rot-Sperre im Hinrundenspiel maßlos geärgert hatte, und Felix Erben werden darauf brennen, an alter Wirkungsstätte zu überzeugen.

»Der SC ist bei Standards brandgefährlich und hat uns bereits im Hinrundenspiel zweimal mit ruhenden Bällen kalt erwischt. Die Elf des SC spielt einen gradlinigen Fußball und zeigt auch bei Rückständen Charakter«, sagt Bulut. »Wir müssen nochmals alles raushauen, wenn wir uns mit einem guten Gefühl in die Sommerpause verabschieden wollen.«

Für Mario Schappert geht es vor allem um die Ehre. »Wir wollen zeigen, dass wir das beste Hessenliga-Team in der Region sind und am Ende vor dem FSV in der Tabelle stehen. Da beide befreit aufspielen können, erwarte ich einen offenen Schlagabtausch«, sagt Schappert.

Personelles: Yannis Grönke befindet sich nach seinem Bänderanriss zwar wieder im Lauftraining, wird aber geschont. Der Einsatz von Malte Simon und Deniz Vural (beide angeschlagen) ist fraglich. Mirko Freese, der sich in Richtung VfB Marburg verabschieden wird, ist bereits im Urlaub. Beim SC kehren Natnael Tega und Luis Stephan zurück. Mert Ciraci ist beruflich verhindert.

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