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Tobias Mühlhans von der HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III setzt sich am Kreis gegen (v. l.) Lukas Schneider und Lukas Stein durch, im Tor der HSG Großen-Buseck/Beuern steht Robin Mayer.

Zum Auftakt Überraschungen

  • Harold Sekatsch
    VonHarold Sekatsch
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(se). Mehrere Ausrufezeichen wurden am ersten Spieltag in der Handball-Bezirksoberliga gesetzt. Nach rund 18-monatiger Spielpause konnten die Mannschaften wieder beginnen, ihren Standort in der in diesem Jahr zweigeteilten Spielklasse zu finden. So zeigte in der Gruppe 1 die HSG Dilltal mit dem knappen Sieg über die HSG Wettenberg II, dass mit ihr im Kampf um einen Platz in der Aufstiegsrunde zu rechnen ist.

Die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III machte mit dem klaren Sieg bei der HSG Großen-Buseck/Beuern ihrerseits deutlich, dass ihr die Favoritenrolle nicht zu Unrecht zugespielt wurde. Aufsteiger HSG Lumdatal II schließlich sah sich durch zwei Unachtsamkeiten in den Schlusssekunden um den Lohn der eigenen Bemühungen gebracht. In der Gruppe 2 standen zum Saisonauftakt zwei Duelle unmittelbarer Nachbarn auf dem Programm. So kam unter anderem die HSG Kleenheim-Langgöns II zu einem nicht unbedingt erwarteten klaren 29:22-Sieg beim TSV im Kernort der Großgemeinde. Schließlich trafen mit der SG Rechtenbach und der HSG Linden II zwei Teams aufeinander, die weitgehend auf den Nachwuchs setzen. Dabei kamen die Rechtenbacher zu einem überraschend deutlichen 23:16.

Gruppe 1 / HSG Dilltal - HSG Wettenberg II 21:20 (9:9): Die Gäste hatten einen Punktgewinn vor Augen, denn wenige Sekunden vor dem Ende trat Tobias Henkel beim Stande von 21:20 für Dilltal zu einem Strafwurf an, scheiterte aber an Nico Rußmann im Tor der Hausherren. Trotz der Niederlage war Wettenbergs Trainer Dragan Nenad nicht völlig unzufrieden mit seinem Team. »Die Mannschaft hat gekämpft«, resümierte er, »und die Abwehrleistung war sehr gut. Wir haben aber zu viele ›Freie‹ verworfen«. »Es war ein Spiel, in dem beide Abwehrreihen und die Torhüter gut waren«, stellte Dilltals Trainer Bernd Wagner fest. »Da war es natürlich klar, dass ein Torhüter das Spiel entscheidet, und das war unser Nico Rußmann.« Aber den Gästekeepern Julian Ruppert und Jan Becker bescheinigte Wagner ebenfalls eine gute Leistung. »Auch wenn noch nicht alles gepasst hat, bin ich mit der Einstellung sehr zufrieden«, freute sich Bernd Wagner über den Auftritt seiner Mannschaft. Das Spiel stand während der gesamten 60 Minuten auf des Messers Schneide, wobei Dilltal immer wieder vorlegte und der Gast nahezu ständig einem Rückstand hinterherlief. Nach bereits sieben Minuten musste Gästespieler Valentin Quurck mit Rot (ohne Bericht) vom Feld, sodass dem Wettenberger Coach nur noch ein Kreisläufer zur Verfügung stand. Nach 56 Minuten hieß es 19:19, ehe Dilltal durch zwei Treffer von Christian Ziehm auf 21:19 davonzog. 50 Sekunden vor dem Ende verkürzte Sascha Kreutz auf 20:21, doch den Ausgleich vereitelte dann der Schlussmann der HSG Dilltal - Beste Torschützen, Dilltal: Wiener (5), Ziehm, Becker (je 4). - Wettenberg II: Henkel (7/2), Sascha Kreutz (5), Fabian Weide (3).

MSG Kirchhain/Neustadt - HSG Lumdatal II 25:24 (13:14): Für den Aufsteiger eine Niederlage, die mit dem Prädikat »vermeidbar« versehen werden muss. So berichtete HSG-Trainer Fabian Hoepfner von einem »zerfahrenen Spiel«, das von »vielen kleinen Fehlern auf beiden Seiten« geprägt war. »Wir hatten Schwierigkeiten in der Abwehr und sind die Eins-gegen-Eins-Duelle nicht angegangen«. In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft zunächst »keine Lösungen gefunden«, doch nachdem die Gäste eine doppelte Unterzahl schadlos überstanden hatten, lief es bei ihnen besser. Der Rückstand von 18:19 (43.) wurde in eine 22:20-Führung umgewandelt. 25 Sekunden vor Schluss lag die HSG mit 24:23 vorn, ehe die Hausherren den Spieß noch umdrehten. »Zwei unsinnige technische Fehler«, wie Fabian Hoepfner es nannte, bescherten der MSG Kirchhain/Neustadt durch Jonas Seifart und Philipp Pelda (in der Schlusssekunde) noch zwei Treffer. Damit standen die Lumdataler am Ende mit leeren Händen da. - Beste Torschützen, Kirchhain: Walz (5), Pelda, Seifart, Voß, Billek (je 4). - Lumdatal II: Hofmann (6), Mohr (5), Schuchmann (4/1).

HSG Großen-Buseck/Beuern - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen III 13:23 (7:11): Trotz der am Ende deutlichen Niederlage war Busecks Trainer Jens Hohaus mit dem Auftritt seines Teams zufrieden, mit Einschränkungen allerdings. »Wir haben gut gekämpft und konnten dank unserer kompakten 6:0-Deckung das Ergebnis lange knapp halten«, berichtete er. Doch im zweiten Abschnitt habe dem Angriff der Busecker die notwendige Durchschlagskraft gefehlt, sodass die Gäste ihren Vorsprung kontinuierlich ausbauen konnten. Bis zwei Minuten vor der Pause beim Spielstand von 7:9 lagen die Hausherren noch in Schlagdistanz, ehe die »Dritte« des Bundesligisten unaufhaltsam davonzog. Zur Pause lag der Gast, bei dem Julian Wallwaey mit elf Buden eine herausragende Trefferquote aufwies, mit vier Toren vorn. 15:9 hieß es eine Viertelstunde vor Schluss, und bis zum Ende baute Dutenhofen/Münchholzhausen den Vorsprung auf zehn Treffer aus. Dutenhofens Trainer Torben Wegner hob unter anderem die Leistungen beider Torhüter - Robin Mayer bei den Buseckern, Florian Gümbel aufseiten der Gäste - hervor. Wegner sah in der Deckungsumstellung von 6:0 auf 5:1 den Schlüssel zum am Ende klaren Erfolg sah. »Dadurch haben wir Buseck zu Fehlern gezwungen und kamen über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren.« - Beste Torschützen, Buseck: Schüler, Stein (je 3). - Dutenhofen/M. III: Julian Wallwaey (11/2), Dennis Agel (3).

Gruppe 2 / TSV Lang-Göns - HSG Kleenheim-Langgöns II 22:29 (10:15): »Wir haben verdient verloren«, erkannte TSV-Coach Thomas Wallendorf die Überlegenheit der Gäste neidlos an. Seine Mannschaft habe während der gesamten 60 Minuten keinen Zugriff auf das Spiel bekommen. Konkret: »Im Angriff hatten wir zu viele einfache Balllverluste und auch die Überzahl nicht gut ausgespielt. So haben wir Kleenheim immer wieder zu Gegenstößen eingeladen, die wir nicht verteidigen konnten.« Gästetrainer Julian Reusch zeigte sich dagegen »sehr zufrieden« mit dem Auftritt seiner Spieler. »Meine Mannschaft hat das Derby angenommen und alles reingeworfen«, sagte er. Der Coach hat »gute Ansätze gesehen, auf die wir aufbauen können«. Dabei stand in dieser Partie für die Gäste schon frühzeitig die Ampel auf Grün. 6:3 für die HSG hieß es nach 13 Minuten und 13:8 fünf Minuten vor der Pause. Auch im zweiten Durchgang hielten die Oberliga-Reserve der HSG den TSV auf Distanz und kam zu einem ungefährdeten Sieg. - Beste Torschützen, Lang-Göns: Funk (6/2), Beppler (4), Biermann (3)- - Kleenheim/L. II: Weller (8), Dilges (7/3), Faatz (5).

SG Rechtenbach - HSG Linden II 23:16 (10:7): Klare Worte von Lindens Trainer Sören Asboe. »Bei 23 Gegentoren auswärts muss man mindestens einen Punkt holen«, stellt er fest. »Aber bei 17 Fehlwürfen und zwölf technischen Fehlern wird das schwer.« Dennoch sah er auch Positives bei seiner Mannschaft: »Unsere 6:0-Abwehr stand ganz gut, aber von uns ging zu wenig Torgefahr aus dem Rückraum aus.« Sein Kollege aufseiten der SG Rechtenbach sah die Sache zu Recht mit ganz anderen Augen. »Nach all den Nackenschlägen in letzter Zeit eine so leidenschaftliche Mannschaft zu sehen, macht mich unfassbar stolz«, freute sich Christian Kunz. »Wir haben eine Wahnsinns-Abwehr gestellt und waren in den Schlüsselmomenten immer voll da.« Es dauerte allerdings, bis die Hausherren endgültig auf die Siegerstraße einbogen. 10:7 führte die SGR zu Pause, lag nach 38 Minuten mit 12:10 und nach 44 Minuten mit 14:12 vorn, sodass die Partie noch lange nicht entschieden war. Die Schlussviertelstunde gehörte aber dann den Hausherren, die den Vorsprung bis zur 53. Minute auf 20:13 ausbauten und damit die Entscheidung in dieser Partie herbeigeführt hatten.- Beste Torschützen, Rechtenbach: Frosch (9/6), Diehl (6). - Linden II: Lenz (4), Laun (3).

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